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In den vergangenen Jahren findet man an der Ostküste Kanadas immer wieder Kadaver von Robbenbabys. Wahrscheinlich wurden die Kleinen von ihrer Mutter getrennt und sind verhungert. Oder sie kamen in den herabstürzenden Eismassen zu Tode, sagte David Lavigne vom IFAW letzte Woche auf einer Pressekonferenz. Über die durch Ottawa unterstützte jährliche Jagd äußerte er den Verdacht, dass die kanadische Regierung vorsätzlich zu viele Robbenbabys zum Töten freigibt, um den Bestand zu dezimieren. Die kanadische Robbenjagd, die üblicherweise Mitte März beginnt und zwei Monate dauert, gilt als das größte Abschlachten von Meeressäugern auf der ganzen Welt.

Das zuständige Fischerei- und Meeresministerium in Ottawa bestreitet den Verdacht. Vielmehr gehe man davon aus, dass die Robbenpopulationen robust seien. Auch den Befund des IFAW und der Duke Universität hält man für falsch. Folglich sehe man keinen Grund von der jährlichen Fangquote abzurücken, die mittlerweile bei weit über 300.000 Jungtieren liegt. Als Grund für Robbenjagd führt das Ministerium immer wieder an, dass die Robben mitverantwortlich für den Zusammenbruch des Kabeljaubestandes vor der Ostküste seien. Ein Seegebiet das als notorisch überfischt bekannt ist.

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