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Deep water corals
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Endlich erkennen CDU/CSU und SPD an, wie wichtig der Schutz der Tiefsee ist. Und sie zielen auch auf die wesentlichen Probleme, wenn sie fordern, zerstörerische Fischfangmethoden zu verbieten und Schutzgebiete einzurichten, kommentiert Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn den Antrag.

Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde. Sie ist weniger erforscht als der Mond und wird doch schon zerstört. Auf der Jagd nach Granatbarschen und anderen am Meeresboden lebenden Fischen durchpflügt eine Flotte von Grundschleppnetzfischern die See. Jährlich zerstören sie eine Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern - das sind zehn Fußballfelder alle vier Sekunden. Damit geht einer der vielfältigsten, ursprünglichsten und empfindlichsten Lebensräume unseres Planeten verloren.

{image_r}Die Hohe See ist der Meeresbereich jenseits der 200 Seemeilen vor den Küsten und außerhalb der Wirtschaftszonen der Länder. Sie ist Allgemeingut. Der Fischfang ist hier oft nicht geregelt und wenn, dann werden Verstöße nicht verfolgt. Ein Teil der Hohen See untersteht der Verantwortung sogenannter Regionaler Fischereimanagement- Organisationen. Sie haben es jedoch bislang nicht geschafft, die Fischbestände unter ihrer Kontrolle nachhaltig zu regeln.

In den nächsten Wochen wird es auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen wieder um den Schutz der Tiefsee gehen. Auch deshalb fordert Iris Menn die Bundesregierung auf, nach dem Beschluss im Bundestag nun mit Nachdruck zu handeln und andere Länder zu überzeugen. Spanien und Kanada zum Beispiel wehren sich massiv gegen ein Sofortverbot der Grundschleppnetzfischerei auf der Hohen See. Sie müssen jetzt ein klares Zeichen von deutscher Seite bekommen.

  • Grundschleppnetz-Trawler

    Grundschleppnetz-Trawler

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