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Klaipeda, Litauen: Aktion gegen Piratenfischer

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Abhauen nützt also nichts. Sie werden uns so schnell nicht los - die Piratenfischer aus Rostock. Und wir haben noch mehr entdeckt: Mindestens sieben weitere Piratenschiffe liegen im litauischen Hafen von Klaipeda.

Diese Piraten wiederum stehen auf einer schwarzen Liste der norwegischen Regierung. Sie sind in der Barentssee und im Nordatlantik mehrfach durch illegale Fischerei aufgefallen.

Litauen ist seit Mai 2004 Mitglied der EU. Damit gelten auch in diesem Land die entsprechenden EU-Verordnungen zur illegalen Fischerei. Litauen hat nun die große Chance, nicht nur einem Schiff das Handwerk zu legen, sondern einer Flotte von zwölf Schiffen.

Was tun?

{image_r}Durch EU-Verordnungen gibt es die Möglichkeit, rigoros gegen Piratenfischer vorzugehen. Diese Schiffe dürfen in europäischen Häfen weder beladen, noch ausgerüstet oder beliefert werden. Keine Werft darf sie zum Auslaufen fit machen. Doch meistens drücken sich die Verantwortlichen.

Beispiel Piratenfischer in Rostock: Über mehrere Monate lag eine Flotte von fünf Piratenschiffen im Rostocker Hafen. Zuständig waren das Landwirtschaftsministerum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Trotz mehrfacher Intervention von Greenpeace haben sie die Piratenfischer unbehelligt fahren lassen. Nun liegt das Piraten-Problem in Klaipeda vor Anker.

Piratenfischer

{image}Piratenfischer gehen auf illegale, unregulierte und undokumentierte Beutezüge. Die so genannte IUU-Fischerei wird ohne Rücksicht auf internationale Fischereiabkommen und Quote betrieben.

Piratenflotten plündern die Weltmeere. Rund um den Globus berauben sie kleine Fischer ihrer Existenz. Gewissenlos verschärfen sie die weltweite Fischereikrise und beschleunigen den Zusammenbruch der Fischbestände.

So mancher legale Flottenbetreiber umgeht internationale Abkommen, indem er seine Schiffe in einem Land registriert, das sich keinem dieser Abkommen verpflichtet hat. Zwar haben einige von ihnen eine Quote zugewiesen bekommen, doch sie wird gnadenlos überfischt.

Etwa 30 Prozent des weltweit gefangenen Fischs geht auf das Konto von Piratenfischern. Das ist weit mehr als die Fischbestände kompensieren können. Doch mit Fisch lässt sich viel Geld verdienen. International erwirtschaften Piratenfischer jährlich zwischen drei und sieben Milliarden Euro.

Umso wichtiger ist es, dass Greenpeace immer wieder den Finger in die Wunde legt und die Verantwortlichen auffordert, einzugreifen und dem Raubbau ein Ende zu setzen. Die Lösung ist einfach: Die EU muss ihren Markt für illegale Fänge und Schiffe schließen.

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