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Eine Überwachung durch Menschen ist am Besten, sagte Frode Pleym, Meeresexperte bei Greenpeace. Alle anderen Systeme sind manipulierbar. Laut WhaleWatch, einer von 200 Anti-Walfang-Gruppen gebildete Organisation, lebten die harpunierten Wale noch durchschnittlich zwei Minuten, nachdem sie getroffen wurden. Ganz anders sieht das ein Professor der Norwegian School of Veterinary Science. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte er: Wir wissen, dass mindestens 80 Prozent der Tiere sofort sterben oder bewusstlos werden. Es ist, als würde man das Licht ausknipsen.

Trotz eines 1986 in Kraft getretenen Verbots der Internationalen Walfangkommission (IWC) nahm Norwegen die kommerzielle Jagd von Zwergwalen 1993 wieder auf. Angeblich hätten sich die Bestände der kleinen Spezies im Atlantik erholt. Auch wirtschaftlich rentiert sich die Jagd nicht, der Markt für Walfleisch geht ständig zurück.

Walfleisch aus der Jagd 2003 liegt immer noch in den norwegischen Supermärkten, so Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace. Die Tiere sind außerdem so stark mit Umweltgiften wie Quecksilber belastet, dass zum Beispiel das Fleisch der Pottwale nicht verkauft werden kann und Gesundheitsbehörden generell vom Verzehr abraten. Deshalb werde der größte Teil der getöteten Tiere einfach weggeworfen und nur etwa 15 Prozent verwertet.

Japan und Island machen ebenfalls Jagd auf Zwergwale. Japanische Walfänger stellen auch Seiwalen nach, die auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen. Maack fordert daher: Die Länder müssen sich endlich an das Verbot des Walfangs halten und die Jagd sofort einstellen.

Hier können Sie etwas gegen den Walfang tun

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