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Norwegian whaler

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In der diesjährigen Fangsaison wurde bisher nur halb so viel Walfleisch wie im Vorjahr verarbeitet. Dabei hatte Norwegen die Fangquote für diese Saison um fast 30 Prozent auf 1.052 Minkewale erhöht. Die geringe Ausnutzung der Quote wurde in der norwegischen Presse damit erklärt, dass die Qualität des Walfleisches schlecht, die Nachfrage gering und die Jagd wegen hoher Treibstoffkosten und geringer Erlöse zu teuer sei.

Die erlegten Wale wurden vor allem im Küstenbereich gejagt. Dabei ist den Walfängern erst in der vergangenen Woche ein grober Fehler unterlaufen. Die norwegische Regierung musste seine Walfänger in aller Öffentlichkeit verteidigen, weil diese vor den Augen eines vollbesetzten Walbeobachtungsbootes einen Wal getötet hatten. Die Touristen äußerten sich entsetzt über das Geschehen.

Die temporäre Absatzflaute der letzten Jahre ist zu einem Dauertief ausgewachsen. Hinter schlechter Qualität des Walfleischs verbergen sich hochgradig mit Toxinen belastete Tiere, sagt Stefanie Werner, Meeresexpertin bei Greenpeace. In Norwegen weiss mittlerweile jedes Kind, dass mit Schadstoffen durchsetztes Fleisch nicht gut für die Gesundheit sein kann. Außerdem schadet die Waljagd dem Tourismus und rentiert sich nicht mehr. Es ist zu hoffen, dass sich zumindest die norwegische Jagd damit ganz unspektakuär dem Ende nähern wird.

Norwegen hat den Walfang 1993 trotz des weltweit geltenden Fangverbotes durch die Internationale Walfangkommission (IWC) wieder aufgenommen. Erst im Juni 2006 hat Japan in der IWC eine Resolution gegen das Walfangmoratorium durchgesetzt und damit im Streit um die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zusammen mit Norwegen, Island und Südkorea einen Etappensieg errungen.

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