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Laut Svein Ludvigsen, dem norwegischen Fischereiminister, handelt es sich um die höchste Abschussquote seit der Wiederaufnahme der kommerziellen Waljagd im Jahre 1993. Man fragt sich nur: Warum? Denn in den letzten Jahren kehrten die norwegischen Walfänger mit weniger als den vorgegebenen 670 Minkewale in die Häfen zurück.

Norwegen ist das einzige Land der Welt, das offen kommerziellen Walfang betreibt. Aufgrund eines juristischen Schlupfloches hält es sich nicht an das Internationale Walfangverbot gebunden. Staaten wie Japan und Island umgehen das Verbot, indem sie ihren Walfang mit dem Deckmäntelchen zu wissenschaftlichen Zwecken tarnen.

Der Irrsinn geht weiter, kommentiert Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace die Entscheidung aus Oslo. Obwohl Minkewale durch die Internationale Walfangkommission IWC seit 1982 geschützt sind, müssen auch im kommenden Jahr wieder mehrere hundert Tiere ihr Leben lassen. Halsstarrig hält Norwegens Regierung daran fest, dass Walfleisch traditionelle Ernährung der Bevölkerung sei. Dabei lässt sich das Fleisch aufgrund der starken Belastung mit den verschiedensten Giften nur schlecht verkaufen. Die Jagd macht keinen Sinn, Norwegen muss sie aufgeben und sich an internationale Beschlüsse halten.

Maack weiter: Wir brauchen dringend weiträumige Schutzgebiete, damit sich Walbestände und die Meere langfristig erholen können. Greenpeace fordert daher, 40 Prozent von Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen. (mir)

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