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Norwegian whaler

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Dennoch haben die norwegischen Jäger in diesem Jahr 546 Zwergwale erlegt - nach Regierungsangaben etwa die Hälfte der festgesetzten Fangquote. In der norwegischen Presse wurde die geringe Ausnutzung der Quote damit begründet, dass die Qualität des Walfleisches schlecht, die Nachfrage gering und die Jagd wegen hoher Treibstoffkosten und geringer Erlöse zu teuer sei. Zudem habe schlechtes Wetter die Saison erschwert.

Es ist eine Sache, dass Norwegen Jahr für Jahr Quoten in Höhen ausweist, die die geringe Nachfrage des heimischen Marktes schon lange nicht mehr rechtfertigt, sagt Stefanie Werner, Wale-Expertin bei Greenpeace. Jetzt setzt sich Norwegen zudem über die Bestimmung der IWC hinweg, dass die Fänge über die gesamte 200-Seemeilenzone homogen verteilt werden müssen, um den Genfluss der Zwergwale nicht zu gefährden.

Diesmal aber dürfen 900 Tiere in Küstennähe erlegt werden, berichtet Werner. Es ist zu befürchten, dass all diese Zwergwale tatsächlich sterben müssen, um gemeinsam mit ihren bereits toten Artgenossen auf Vorrat in Kühlhäusern eingefroren zu werden. Die Entscheidung der Regierung ist ein fataler politischer Akt, um sich Wählerstimmen in den Küstengemeinden zu sichern. Dabei stellt der Gewinn aus dem Walfang nur 0,2 Prozent des totalen Wertes der Gesamtanlandungen der Fischindustrie dar. Wale aus diesem Grund sinnlos sterben zu lassen, ist ein Frevel an der Natur.

Ein Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus dem Jahr 1986 verbietet die kommerzielle Jagd, erlaubt aber Walfang für die Wissenschaft. Norwegen ist der IWC unter Vorbehalten beigetreten und sieht sich daher nicht an das Walfangverbot gebunden.

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