Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Regierung Neuseelands hatte die Japaner seit einer Woche gedrängt, das Hilfsangebot von der Esperanza anzunehmen und das Schiff so schnell wie möglich aus der sensiblen Ökozone heraus schleppen zu lassen. Doch die japanischen Behörden lehnten dies ab, obwohl keines ihrer Schiffe für die antarktischen Gewässer noch für Packeis ausgerüstet ist.

Da der Sommer in der Antarktis zu Ende geht, wird das Packeis immer dichter. Unter den herrschenden Wetterverhältnissen drohte die Gefahr, dass die Tanks der Nisshin Maru reißen und ihre mehr als 1000 Tonnen Öl, Benzin und Chemikalien auslaufen könnten. Davon wäre unter anderem die größte Pinguin-Kolonie der Welt bedroht worden.

Nach dem Abzug der Nisshin Maru aus der Region darf sich dort kein Walfänger mehr aufhalten, forderte Karli Thomas, Greenpeace-Expeditionsleiterin an Bord der Esperanza. Nicht nur wegen des Walfangprogramms, sondern auch wegen der inakzeptablen Risiken für die Umwelt und das Leben im Meer. Es ist bereits das zweite Feuer, das auf der Nisshin Maru ausgebrochen ist. Das erste gab es 1998. Auch sie kritisiert scharf, dass keines der Schiffe in der japanischen Walfangflotte für das Packeis ausgerüstet ist, obwohl diese ständig in der Nähe des Eises unterwegs sind.

Thomas sagte zur Fahrt der Nisshin Maru: Wenn die Walfänger einfach nur aus den antarktischen Gewässern verschwinden, werden wir sie begleiten und ihnen unsere Unterstützung anbieten. Wenn sie aber wieder mit dem Walfang anfangen, werden wir mit unseren friedlichen Aktionen starten, um ihre Jagd zu stoppen.

Bei dem Feuer auf der Nisshin Maru vor gut einer Woche war ein japanischer Seemann ums Leben gekommen. Das Schiff hatte aus eigener Kraft nicht mehr manövrieren können und war zur Stabilisierung zwischen zwei Booten vertäut worden. Der Kapitän der Nisshin Maru hatte der Crew schon vor einigen Tagen erzählt, dass er die Region verlassen wolle.

Mehr zum Thema

Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren