Skip to main content
Jetzt spenden
Meerjungfrau

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Treibnetzfischerei gehört zu den schädlichsten Fischereimethoden der Welt. Dabei wird mit kilometerlangen Netzen, die bis in eine Wassertiefe von 50 Metern reichen, gefischt. Die Netze fangen alles, was in diesem Bereich des Ozeans schwimmt. Dazu gehören die eigentlichen Zielfischarten Schwert- und Tunfisch, aber in weit größerer Zahl auch Haie, Schildkröten, Mondfische, Delfine bis hin zu Pottwalen.

Die Netze werden während der Sommermonate nachts ausgesetzt und treiben mit der Strömung durchs Meer. Da die großen Meeresjäger wie Tun- oder Schwertfische die Maschen der Netze in mondhellen Nächten erkennen können, findet die Treibnetzfischerei nur zu bestimmten Mondphasen statt. Durch an den Netzen angebrachte Sender finden die Fischer ihre Netze wieder.

Meerestiere, die sich in den Maschen der Todeswände verstricken, erleiden einen jämmerlichen Tod. In den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts erkannten die Vereinten Nationen die Schädlichkeit der Treibnetze. 1992 wurden sie durch eine Resolution für die Hochseefischerei verboten.

Ganze sechs Jahre brauchte die Europäische Union, um das Treibnetzverbot zu akzeptieren und weitere vier Jahre, um es rechtsverbindlich zu machen. 2002 wurde das Gesetz endlich für EU-Gewässer umgesetzt. Trotzdem legen Piratenfischer Nacht für Nacht so viele Treibnetze aus, dass sie damit das gesamte Mittelmeer einmal umspannen könnten. Dadurch ist das Leben im Mittelmeer akut bedroht.

  • Meerjungfrau Fontana di Trevi

    Meerjungfrau Fontana di Trevi

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren
Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren