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Erwachsene Besucher des Sea Life Centres können sich vor Ort mit ihrer Unterschrift für den Schutz der Meere einsetzen. Kinder basteln Meerestier-Anstecker und entdecken bei einem Angelspiel, welche Fischarten in unseren Meeren noch zu fangen sind.

Einst gab es riesige Schwärme von Kabeljau und Dorsch in Nord- und Ostsee, sagt Fritz Henf von der Greenpeace-Gruppe Lübeck. Tunfische von bis zu drei Metern Länge konnten bis in die späten 50er Jahre aus der Nordsee gezogen werden. Heute sieht es düster aus. Viele Fischbestände sind akut bedroht. Es ist ein Irrtum zu glauben, die Meere würden unerschöpfliche Vorräte an Fisch bereithalten.

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen einfache Fischerboote mit handgeknüpften Netzen zum Fang hinaus fuhren. Stattdessen durchkämmen technisch hochgerüstete Industriefangflotten die Meere. Die Netze kleiner Fischer bleiben leer.

Aber nicht nur die Fischerei setzt den Meeren zu. Die Nordsee ist zum Industriegebiet verkommen: Rund 500 Öl- und Gasplattformen bohren im Meeresgrund, tausende Kilometer Pipeline sind verlegt. Hinzu kommt Sand- und Kiesabbau sowie der Schiffsverkehr. Folgen: Wachsende Ölverschmutzung, Müll- und Schadstoffeinträge.

Nord- und Ostsee geben leider nur ein Beispiel, wie es um die Meere weltweit bestellt ist, sagt Henf, Nur ein weltweites Netzwerk von Meeresschutzgebieten kann die Vielfalt der Meere retten. (bes)

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