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Die amerikanische und die japanische Regierung planen den Bau einer Airbase auf Okinawa, der südlichsten Insel Japans. Gebaut werden soll die zweieinhalb Kilometer lange und knapp 800 Meter breite Anlage quer über ein Korallenriff vor der Küste von Henoko. Dort leben die letzten Seekühe Japans - und mehr als 1000 weitere Arten von Pflanzen und Tieren.

Greenpeace fordert deshalb von den beiden Regierungen, den Plan für die Basis aufzugeben und stattdessen ein Schutzgebiet einzurichten. Was wir hier brauchen ist ein marines Reservat, kein Reservat für Marines, sagt der Geschäftsführer von Greenpeace Japan, Steve Shallhorn. Wenn man sich die natürliche Bedeutung dieser Region bewusst macht und den unvorstellbaren Schaden, den sie durch den Bau der Airbase nehmen würde, kann man nur zu einem Schluss kommen: Macht die Gewässer vor Henoko zu einem Schutzgebiet, nicht einem Flughafen.

Auch das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior ist in der Gegend und unterstützt nach Kräften die Bewohner vor Ort, die durch zivilen Ungehorsam das Projekt schon vier Monate lahm gelegt haben. Auf kleinen Plattformen oberhalb des Riffs leben seit Oktober permanent einige Bewohner, die für die Bewahrung des Riffs eintreten.

Rund zehntausend Cyberaktivisten haben sich ihren Forderungen angeschlossen und E-Mails an Premierminister Koizumi und Präsident Bush geschickt. Jeder der Mitmacher kann übrigens eine spezielle Nachricht mitschicken, die als kleines Fähnchen an die Takelage der Rainbow Warrior geknüpft wird. Über 5000 Bändchen zieren das Schiff bereits. Am Samstag wird es zusammen mit den Schiffen der lokalen Bevölkerung an einer Flottenparade zur Erhaltung des Riffs teilnehmen.

Wenn Sie auch etwas für die Erhaltung des Riffs und des Lebensraums der letzten Seekühe Japans tun wollen, besuchen Sie die Sonderseiten von Greenpeace Japan (in Japanisch oder Englisch). (hol)

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