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Die Japaner jagen illegal im Walschutzgebiet der Antarktis. Alle Welt weiß, dass die angebliche Jagd zu Forschungszwecken ein fadenscheiniges Deckmäntelchen ist. Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat ihr Mitglied Japan wiederholt aufgefordert, diese Jagd einzustellen.

Doch das interessiert die japanischen Walfangbefürworter nicht. Der Generaldirektor des japanischen Instituts für Walforschung, Hiroshi Hatanaka, dreht den Spieß kurzerhand um. In einem offenen Brief an das japanische Greenpeace-Büro bezeichnet er den gewaltfreien Protest der Walschützer als illegal und als Piraterie.

Unverhohlen droht Hiroshi Hatanaka seinen Landsleuten auf den Greenpeace-Schiffen mit strafrechtlichen Sanktionen: Auf den Schiffen gelte japanisches Recht. Die Daten japanischer Greenpeace-Aktivisten, die sich an der Behinderung unseres Forschungsprogramms beteiligen, werden als Beweismaterial an die Behörden weitergeleitet. Dass das japanische Recht in diesem Punkt UN-Schutzgebietsrecht verletzt - wen kümmert's?

Die Japaner missachten auch internationales Seerecht: Mit einem riskanten Überholmanöver, das zu einer leichten Kollision führte, hat ein Schiff der japanischen Fangflotte in den Tagen vor Weihnachten die Esperanza abgedrängt. Es wird ihnen nichts nützen, jetzt Greenpeace eines Rammversuchs zu bezichtigen. Videoaufnahmen belegen eindeutig das Gegenteil.

Institutsdirektor Hatanaka weist Greenpeace darauf hin, dass die Aktivisten ein großes persönliches Risiko eingehen, wenn sie mit ihren Schlauchbooten zwischen der Harpune und den Walen kreuzen. Besonders nach dem Abschuss der Harpune: ... unnötig es zu sagen, wenn die Harpune den Wal erst einmal getroffen hat, wird es im Wasser um das Schiff herum sehr gefährlich.

Das Leiden und teils lange Sterben der Tiere, ihren verzweifelten Todeskampf aus der Nähe mitzuerleben, ist nicht nur gefährlich. Es ist für die Aktivistinnen und Aktivisten in den Schlauchbooten nahezu unerträglich. Sie halten aus in der Hoffnung, den nächsten Wal vor der Harpune zu retten.

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