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Auf Kiribati ist Fisch die wichtigste Proteinquelle. Doch in Küstennähe gibt es immer weniger Fisch, denn in zunehmendem Maße wird er durch ausländische Flotten weggefischt. Diese verkaufen die Minderwertigen der gefangenen Fische zu Spottpreisen an die Inselbevölkerung.

Bei einem Preis von 90 Cent pro Kilogramm schadet das der lokalen Wirtschaft: Auf der Strecke bleiben die örtlichen Fischer, die für ihren eigenen Fang immer weniger Geld erhalten. Die Armut steigt und macht auch nicht vor der Ausbeutung junger Frauen halt.

Besonders auf Kiribatis Hauptinsel Tarawa lässt die Nachfrage der Seeleute seit einigen Jahren die Zahl der Prostituierten stetig anwachsen - darunter Kinder von erst 12 Jahren. Der Mangel an Arbeit und die Armut der Familien treibt die Mädchen und jungen Frauen in die Städte. Manche werden sogar von ihren Familien in die Prostitution gezwungen. Für die jungen Prostituierten bedeutet das oft: Ungeschützter Geschlechtsverkehr, Aids, Gewalt und Alkoholismus. Auch die Zahl der Teenager-Schwangerschaften steigt auf Kiribati.

Das dortige Jugendamt sagt, dass Prostitution erst seit dem Auftauchen der großen Fernflotten ein weit verbreitetes Phänomen geworden ist. Die örtliche Polizei kontrolliert mittlerweile die Fischflotten und findet an Bord immer häufiger junge Frauen. Und die Polizei greift durch: Allerdings nicht gegen die Kunden der oftmals Minderjährigen; eingesperrt werden die Frauen.

Auf Kiribati bedeutet der Verlust der Jungfräulichkeit vor der Ehe das gesellschaftliche Aus. Die jungen Prostituierten leben als Geächtete.

Unsere Fotogalerie zeigt Bilder aus dem Leben von Kathy. Sie ist eine junge Mutter und Prostituierte auf Kiribati.

  • FrauKiribati

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  • ThunfischverkaufKiribati

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