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Die Föderation Saint Kitts und Nevis ist ein unabhängiger Staat und Mitglied der Vereinten Nationen. Aber die Unabhängigkeit hat ihre Grenzen: Durch Subventionsgelder von Japan ist die Föderation zu einer den Walfang befürwortenden Nation geworden. Auf diese Weise hat Japan die Stimmen von inzwischen 27 Entwicklungsländern gekauft. Etliche dieser Staaten liegen in unmittelbarer Nähe von St. Kitts und werden zur IWC erwartet.

Das Verbot des kommerziellen Walfangs steht zwar nicht in Frage - dazu wäre eine Dreiviertelmehrheit nötig -, doch das Fangverbot könnte ins Wanken geraten. In geheimen Abstimmungen könnten höhere wissenschaftliche Abschussquoten beschlossen werden. Eine einfache Mehrheit reicht ebenso aus, das Walschutzkomitee zu kippen und die Aufhebung des Handelsverbotes für Minkewale beim Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) zu beantragen.

Auf der IWC-Tagung 2003 wurde mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die den so genannten wissenschaftlichen Walfang als Vorwand für das Weiterführen des kommerziellen Walfangs verurteilt und die entsprechenden Mitgliedsländer auffordert, weitere Untersuchungen ausschließlich mit nicht-tödlichen Methoden durchzuführen.

Auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission 2005 trugen 63 eingeladene Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees aus 16 nationalen Delegationen eine scharfe Kritik am japanischen Walfang (JAPRA II) vor. Dabei handelte es sich um eine noch nie dagewesene Demonstration des Widerstandes gegen den wissenschaftlichen Walfang des japanischen Forschungsprogramms.

Auch die IWC übte 2005 scharfe Kritik an Japan. Damit verbunden war die erneute Aufforderung, den Walfang unverzüglich zu beenden, da er dem Geist des Moratoriums zuwider läuft. Im Anschluss an die Tagung drohte der japanische Delegationsleiter, dass die Wende bereits in Sicht sei. In der Tat muss man befürchten, dass Japan in diesem Jahr mit Hilfe des Stimmenkaufs die einfache Mehrheit in der IWC stellen wird.

Das seit 1986 geltende weltweite kommerzielle Walfangverbot, wird von Japan, Norwegen und Island ignoriert. Die Walfangnationen nutzen bestehende Schlupflöcher der IWC und bauen ihre Jagd auf die Meeressäuger seit Jahren immer weiter aus.

Während der letzten Jagdsaison der japanischen Walfänger im antarktischen Walschutzgebiet war Greenpeace mit zwei Schiffen aktiv gegen die japanische Fangflotte unterwegs. Trotz des gefährlichen und brutalen Verhaltens der japanischen Walfänger ist es den Aktivisten und Aktivistinnen gelungen, Wale zu retten und die Jagd zu verzögern.

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