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Neben Japan unterwandert jetzt auch Island das 1982 beschlossene Verbot des kommerziellen Walfangs mit dem Argument, der Walfang diene wissenschaftlichen Zwecken. Bisherige Erfahrungen in Japan zeigen, dass das Fleisch in Wirklichkeit später auf dem freien Markt auftaucht. Dort wird es dann teuer verkauft, sagt Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack. Aus rein kommerziellen Interessen übergeht Island das Problem, dass der Walbestand durch Überfischung der Meere, Beifang, Militär-Sonare und andere Gefahren schon gefährdet ist.

Auf dem diesjährigen IWC-Treffen hatte Island seinen Vorbehalt gegen das Verbot des kommerziellen Walfangs auf Großwale von 1982 eingereicht. Dagegen hatten insgesamt 17 Länder, darunter auch Deutschland, eine formale Beschwerde erhoben. Dennoch will der isländische Premierminister den kommerziellen Walfang spätestens im Jahr 2006 wieder einführen.

Walschützer vermuten, dass bereits der Walfang für wissenschaftliche Forschung Island herbe Einnahmeverluste bescheren wird: Nicht nur der Whalewatching-Branche können die Touristen ausbleiben, sondern auch der isländischen Fischereiindustrie können Boykotte drohen. (nic)

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