Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Auf ein besonderes Phänomen will die Besatzung des Greenpeace-Schiffes Esperanza aufmerksam machen, das derzeit auf seiner SOS-Weltmeer-Tour in den Pazifik vor Hawaii fährt:: Dort treibt einen Müllstrudel von der Größe Mitteleuropas im Meer, der durch zirkulierende Meeresströmungen angetrieben wird.

Die globale Bedrohung der Meeresumwelt durch Müll an der Meeresoberfläche, an den Küsten und in den Sedimenten, der für den Tod von mehr als einer Million Tiere verantwortlich ist, muss beendet werden, sagt Stefanie Werner, Meeresbiologin bei Greenpeace. Deutschland hat während seiner EU-Ratspräsidentschaft 2007 die historische Chance, sich auf EU-Ebene deutlich für den Meeresschutz einzusetzen. Wir fordern Frau Merkel deshalb auf, diese Chance zu nutzen und klare Prioritäten für den Erhalt der Ozeane zu setzen.

Die Greenpeacer zeigen das Bild eines toten Eissturmvogels aus der Nordsee und einer großen Menge Plastikreste aus dem Magen eines weiteren Sturmvogels. Deutschlandweit sammeln die ehrenamtlichen Greenpeacer Unterschriften an Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der Forderung nach einer EU-Meeresstrategie-Richtlinie, die den Schutz über die Nutzung stellt. Zur Zeit verhandeln die EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel über die Richtlinie.

Haus- und Industriemüll wird immer mehr von Plastikprodukten bestimmt. Diese gelten jedoch als besonders langlebig und gefährlich: Eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren, die verheerenden Konsequenzen für die Tierwelt und ihre Eigenschaft, als Giftschwamm Chemiegifte zu speichern, machen Plastikmüll zu einer akuten und anwachsenden Bedrohung für die Ozeane.

Auch der gigantische Müllteppich im Nordost-Pazifik, zwischen den Inseln Hawaiis und dem amerikanischen Festland, hat massive Auswirkungen auf die Tierwelt der Region. Zwei von fünf Layson-Albatross-Küken sterben auf einer nordhawaiianischen Insel innerhalb der ersten sechs Lebensmonate, da ihr Magen zwar gefüllt und ihr Hunger gestillt ist, ihre Hauptnahrung aber aus Plastik besteht und keinerlei Nährstoffe enthält.

  • plastic waste on Texel Island

    plastic waste on Texel Island

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Aktivist:innen auf der Beluga II im Hafen von Nexø, Bornholm

Greenpeace-Aktivist:innen untersuchen Folgen der Pipeline-Explosionen

  • 24.11.2022

Welche Auswirkungen haben die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines auf die Umwelt? Greenpeace-Aktive nehmen Proben, ein Bericht von Expeditionsleiterin Nina Noelle.

mehr erfahren
Schweinswal taucht aus dem Meer auf

Interview: Schweinswalschutz ist Klimaschutz

  • 15.11.2022

Wie geht Klimaschutz ohne Artenschutz? Gar nicht, sagen Greenpeace-Expertinnen Franziska Saalmann und Sandra Hieke anlässlich der Klimakonferenz COP27, auf der es heute auch um Artenschutz geht.

mehr erfahren
Lichterumzug Meeresleuchten

Aktion Meeresleuchten!

  • 13.11.2022

Lichtermeer für die Tiefsee: Am 12. November zogen 250 kleine und große Menschen durch die Hamburger HafenCity, um mit selbstgebastelten Laternen für den Schutz der Tiefsee zu demonstrieren.

mehr erfahren
Tiefseekrake Casper auf Meeresgrund

Hoffnung für Artenschutz in der Tiefsee

  • 12.11.2022

Bewegung auf internationaler Ebene: Einige Länder setzen sich gegen den Beginn des Tiefseebergbaus ein, darunter Deutschland.

mehr erfahren
Adeliepinguine in der Antarktis

Hängepartie fürs ewige Eis

  • 08.11.2022

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

mehr erfahren
Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren