Skip to main content
Jetzt spenden
RWDonnerstag

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Weitere zehn Tunfischfängerschiffe umkreisten währenddessen die Rainbow Warrior und spritzen mit Schläuchen Wasserfontänen auf Schiff und Crewmitglieder. Vereinzelt trafen auch Eier und Früchte das Greenpeace-Schiff. Greenpeace ist eine gewaltfreie Organisation, erklärt Mike Finken, Kapitän der Rainbow Warrior. Um die Spannungen hier abzubauen, akzeptieren wir es, auf ausdrücklichen Befehl der Präfektur fortgeschleppt zu werden.

Finken fügt aber hinzu: Allerdings gehen wir davon aus, dass wir uns rechtlich nichts zu Schulden kommen lassen haben. Die Angriffe gingen allein von den Tunfischfängern aus. Wir haben bereits gestern angekündigt, heute Abend nach Spanien weiterzufahren.

Das Greenpeace-Schiff befindet sich zurzeit auf einer dreimonatigen Tour durchs Mittelmeer, um auf die Gefahren für das Gewässer aufmerksam zu machen. Dazu zählt auch die Überfischung der Tunfischbestände, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Auf hoher See sind die Tunfischfänger außer Kontrolle - und nun auch im Hafen, kommentiert Karli Thomas von Greenpeace International die Ereignisse.

Sie sollten sich lieber ihrer Verantwortung für das Aussterben der Tunfische im Mittelmeer stellen und die größeren Zusammenhänge betrachten. Es ist ja auch in ihrem Interesse, wenn wir ein Netz von Schutzgebieten fordern. So wäre im Mittelmeer nachhaltiger, gesunder und ausreichender Fischfang möglich. Auf lange Sicht kommt das den Bedürfnissen der Umwelt und der Fischer sowohl in Frankreich als auch anderswo entgegen.

Eine gängige Praxis der Tunfischindustrie seit Ende der 90er Jahre ist es, Farmen in Küstennähe anzulegen. In riesigen, frei im Meer schwimmenden Netzen werden tausende der Tiere gehalten. Allerdings mussten sie zuvor als lebende Jungtiere in der freien Wildbahn gefangenen werden, da eine Zucht bis heute nicht möglich ist. Diese Tiere werden keinen Nachwuchs haben und fallen für den Arterhalt aus. Und: Die Farmbetreiber müssen für die hungrigen Tunfische Nahrung heranschaffen, die sich die Meeresjäger sonst einfach selbst besorgt hätten. Dafür plündern dann illegal operierenden Piratenfischer die Weltmeere.

Mehr zum Thema

Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren
Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren