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Binar 4 Protest

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Station Westafrika

Gutes Sitzfleisch hat der Hamburger Aktivist Timo Liebe auf Las Palmas/Gran Canaria bewiesen. Mit drei weiteren Greenpeacern beendete er erst nach fast 150 Stunden eine Sitzblockade auf den Masten und Kränen des Kühlschiffes Binar 4, das illegal gefangenen Fisch geladen hat.

Dieser Fisch stammte aus westafrikanischen Küstengewässern, wo Piratenfischer ihren illegal gefangenen Fisch noch auf hoher See auf Kühlschiffe verlanden. Damit verschleiern sie die Herkunft ihres Fangs und nutzen die mangelhafte Überwachung der Hoheitsgewässer der ärmsten Länder der Welt.

Die Esperanza hat während der vergangenen vier Wochen vor der westafrikanischen Küste, zusammen mit Vertretern der Behörden Guineas, Fischtrawler überwacht. Dabei wurden über 100 Schiffe überprüft. Mehr als die Hälfte von ihnen waren vermutlich in illegale Praktiken verwickelt.

Auch die Binar 4 zählt dazu. Sie hat etwa 11.000 Kisten mit Fisch auf der hohen See übernommen. Da der Fang aus den Gewässern vor Guinea stammt, hätte er nur im guineischen Hafen Conakry verladen werden dürfen. So schreibt es das Gesetz in dem afrikanischen Land vor. Doch die Binar 4 machte sich nicht auf den Weg dorthin, sondern schlug die Route nach Las Palmas ein.

Die Esperanza verfolgte das Schiff daraufhin über 1200 Seemeilen weit bis vor die kanarische Insel Gran Canaria. Dort sollte die Ladung gelöscht und auf den europäischen Markt gebracht werden. Las Palmas gilt als Hauptumschlagplatz für illegale Fänge aus der Region.

Nach einer siebentägigen Protestaktion hoch in den Masten und Kränen des Kühlschiffs konnten die Früchte der Beharrlichkeit geerntet werden: Die spanischen Behörden erklärten am Abend des 18. April, die rund 200 Tonnen Fisch zu beschlagnahmen.

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Station Westafrika

Gutes Sitzfleisch hat der Hamburger Aktivist Timo Liebe auf Las Palmas/Gran Canaria bewiesen. Mit drei weiteren Greenpeacern beendete er erst nach fast 150 Stunden eine Sitzblockade auf den Masten und Kränen des Kühlschiffes Binar 4, das illegal gefangenen Fisch geladen hat.

Dieser Fisch stammte aus westafrikanischen Küstengewässern, wo Piratenfischer ihren illegal gefangenen Fisch noch auf hoher See auf Kühlschiffe verlanden. Damit verschleiern sie die Herkunft ihres Fangs und nutzen die mangelhafte Überwachung der Hoheitsgewässer der ärmsten Länder der Welt.

Die Esperanza hat während der vergangenen vier Wochen vor der westafrikanischen Küste, zusammen mit Vertretern der Behörden Guineas, Fischtrawler überwacht. Dabei wurden über 100 Schiffe überprüft. Mehr als die Hälfte von ihnen waren vermutlich in illegale Praktiken verwickelt.

Auch die Binar 4 zählt dazu. Sie hat etwa 11.000 Kisten mit Fisch auf der hohen See übernommen. Da der Fang aus den Gewässern vor Guinea stammt, hätte er nur im guineischen Hafen Conakry verladen werden dürfen. So schreibt es das Gesetz in dem afrikanischen Land vor. Doch die Binar 4 machte sich nicht auf den Weg dorthin, sondern schlug die Route nach Las Palmas ein.

Die Esperanza verfolgte das Schiff daraufhin über 1200 Seemeilen weit bis vor die kanarische Insel Gran Canaria. Dort sollte die Ladung gelöscht und auf den europäischen Markt gebracht werden. Las Palmas gilt als Hauptumschlagplatz für illegale Fänge aus der Region.

Nach einer siebentägigen Protestaktion hoch in den Masten und Kränen des Kühlschiffs konnten die Früchte der Beharrlichkeit geerntet werden: Die spanischen Behörden erklärten am Abend des 18. April, die rund 200 Tonnen Fisch zu beschlagnahmen.

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Station Südpolarmeer

Nach über vier Monaten ist Mitte April die japanische Walfangflotte zurückgekehrt. Nach eigenen Angaben haben die Walfänger seit Dezember 853 Zwergwale und zehn der stark bedrohten Finnwale in der Antarktis getötet. Greenpeace hatte die Jagd im Dezember/Januar massiv gestört und das illegale Treiben der Flotte im Südpolarmeer weltweit angeprangert.

Daraufhin richteten Tausende Deutsche sich mit ihrer Unterschrift an die europäische Nissui-Vertretung, die stark in den illegalen kommerziellen Walfang in der Antarktis verstrickt ist. Über 90.000 Protest-Postkarten allein von deutschen Unterstützern erreichten in den USA die Firma Gortons, einer hundertprozentigen Nissui-Tochter.

Infolge der weltweiten Proteste sind die beiden Fischereifirmem nun aus dem Geschäft mit dem Walfang ausgestiegen. Andere beteiligte Firmen folgten dem Beispiel.

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Station Ostküste Indiens

Über drei Monate dokumentierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines internationalen Greenpeace-Camps das schreckliche Massensterben der Oliven Bastardschildkröte in Orissa an der Ostküste Indiens. Nachdem sich bei den Verantwortlichen nichts tat, suchten indische Aktivisten die direkte Konfrontation mit den Verantwortlichen.

Zuerst symbolisierten sie in der Hauptstadt des Bundesstadtes Orissa mit Bildern und Fotos einen Schildkrötenfriedhof. Dem Verantwortlichen der Waldbehörde übergaben sie Augenzeugenberichte und forderten ihn auf, endlich etwas für den Schutz der Oliven Bastardschildkröte zu tun. Doch dieser wies alle Verantwortung von sich.

So wurde es Zeit für weitere Schritte: Unter dem Motto Uns stinkt es brachten indische Aktivisten drei Schildkrötenkadaver in unterschiedlichen Verwesungsstadien, sowie Schädel und Panzer der Tiere nach Neu Delhi. Sie luden sie direkt vor der Haustür des Präsidenten von Orissa ab und forderten auch ihn auf, sofort alles in seiner Macht stehende zu tun, um das Aussterben der Oliven Bastardschildkröte zu verhindern. Doch der Präsident war wenig erfreut über diese Aktion. Er ließ die zwölf Greenpeacer aufgrund eines Verstoßes gegen das Wildtierschutzgesetz verhaften.

Zehn der Schildkrötenretter kamen schnell wieder frei, doch die beiden letzten mussten die nächsten vier Tage im Gefängnis verbringen. Die Inhaftierung war Auslöser einer Demonstration in Berlin vor der indischen Botschaft. Noch am gleichen Tag kamen die beiden Inder auf Kaution frei.

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