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Polar bear

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Dass die Entscheidung in Washington gerade jetzt gefallen ist, überrascht nicht. Im Dezember 2005 hatten Greenpeace und zwei weitere Umweltschutzorganisationen beim US-Bundesbezirksgericht in San Francisco Klage eingereicht. Sie wollten erreichen, dass das US-Gesetz für bedrohte Arten auf den Eisbären angewandt wird. Das Gericht hatte der US-Regierung bis Mittwoch Zeit eingeräumt, zu einem Entschluss zu kommen.

Sollte der Eisbär auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt werden, hätte das einen weitreichenden Schutz zur Folge. Laut Gesetz müssen alle US-Bundesbehörden dann nämlich sicherstellen, dass keine ihrer Tätigkeiten oder ihre finanzielle Förderung dazu beitragen, die Existenz der Bären zu gefährden.

Allerdings müssen die Bären noch ein Jahr quasi ungeschützt überleben. Fachleute gehen davon aus, dass Washington so lange mindestens braucht, um die Entscheidung wie angekündigt zu prüfen und dann schließlich in die Tat umzusetzen. Ein weiteres Jahr ist für die Eisbären eine Katastrophe, sagt Gabriel von Goerne, Klimaexpertin von Greenpeace. Aber auch für die ganze Welt. Schon beim Kyoto-Klimaschutzprotokoll vertraten die USA den Standpunkt, dass viel mehr wissenschaftliche Überprüfung nötig sei. Ich bin es leid; das Übel der Erderwärmung muss jetzt an der Wurzel angepackt werden!

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