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Den Delfin im Eis hat vor kurzem die Crew eines der Greenpeace-Schiffe im Ärmelkanal geborgen. Er wies die typischen Anzeichen für ein Tier auf, das in ein Fischernetz geraten ist und von den Fischern als Beifang über Bord geworfen wurde: Zerschnittene und abgerissene Flossen, eine gebrochene Schnauze und fehlende Zähne. Weltweit geraten jährlich rund 300.000 Wale und Delfine in die Netze von Fischern.

Zeitgleich mit der Aktion hat Greenpeace Klage gegen die britische Regierung eingereicht, ihrer Verpflichtungen aus der EU-Habitat-Richtlinie gerecht zu werden. Danach müssen die EU-Regierungen dafür Sorge tragen, dass der ungewollte Fang und die Tötung von bestimmten Tieren - darunter Delfine - keine negativen Auswirkungen auf den Bestand der Art haben. Insbesondere die in England verbreitete Praxis des Pair-Trawling, bei dem zwei Fischerboote ein riesiges Netz durchs Meer schleppen, tötet jährlich tausende Delfine in britischen Gewässern. Die Regierung weiß das, will sich aber nicht mit den Fischern anlegen.

Die britische Regierung hat diese Praxis schon viel zu lange geduldet, und damit zugelassen, dass Delfine rund um Großbritannien vom Aussterben bedroht sind, sagt Meeresexpertin Sarah Duthie. Der Delfin auf der Türschwelle des Umweltministeriums ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Regierung darf nicht länger den Kopf in den Sand stecken und das Problem ignorieren.

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