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Sie fanden Kraken und Tintenfische, Rochen, Haie, Seesterne und Krustentiere - alle als ungewollt aussortiert. Der Beifang macht durchschnittlich neun Zehntel des gesamten Fangs aus. Interesse hatten die spanischen Fischer hingegen zum Beispiel an Grenadier- und Glattkopffischen, Arten die auf den Druck durch Fischerei sehr sensibel reagieren.

Die Grundschleppnetz-Fischerei zerstört die Kinderstuben der Fische auf dem Meeresgrund durch ihre Fangmethoden komplett: Lange, schmale Netze werden dabei hinter tonnenschweren Ketten über den Boden geschleift. Die Flora wird zerstört, die Fauna landet im Netz. Zurück bleibt Verwüstung.

Grundschleppnetz-Fischerei ist die zerstörerischste Aktivität in den Meeren, sagt Maria Jose Caballero, Meeresexpertin an Bord des Greenpeace-Schiffes. Die Fangschiffe zerstören einzigartige Lebensräume, Heimat von wahrscheinlich tausenden Arten, viele von ihnen bislang unbekannt und unerforscht. Greenpeace versucht mit der Esperanza zurzeit, die verheerenden Fischereimethoden im Nordatlantik zu dokumentieren.

Während in den 200-Meilen-Zonen entlang der Küsten noch eine Kontrolle durch die Anrainerstaaten stattfindet, gibt es auf hoher See keine Kontrollinstanz. Das längste Gebirge der Welt, eine unter Wasser liegende Bergkette von den Azoren bis kurz vor Island, liegt inmitten des Atlantik und wird von den Grundschleppnetz-Flotten in immer stärkerem Maße zerstört.

Deshalb ruft Greenpeace die Vereinten Nationen auf, eine Resolution zum Schutz dieser internationalen Gewässer zu verabschieden. Gespräche darüber werden derzeit in New York geführt. Die Europäische Union verteidigt allerdings bislang die zerstörerischen Fangpraktiken und blockiert eine Einigung. (hol)

Jeder Tag, der mit Gerede vertan wird, bedeutet vielleicht das Verschwinden eines weiteren einzigartigen Lebensraums, ist Caballero überzeugt. Helfen Sie deshalb mit, die EU auf Kurs zu bringen. Schreiben Sie an die Außenminister der Union und fordern Sie ein sofortiges Moratorium für die Grundschleppnetz-Fischerei.

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