Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Unterwassergebirge sind kaum erforschte Gebiete der Erde. Wir wissen nur sehr wenig darüber. In ihnen leben viele seltene maritime Arten, beispielsweise Granatbarsche, Kaltwasser-Korallen und Tiefseekalmare. Die Verwüstungen, die die Trawler mit ihren Schleppnetzen an den Seamounts anrichten, sind vergleichbar mit dem Kahlschlag in den Regenwäldern, sagt Thomas Henningsen, Meeresexperte von Greenpeace.

Hier werden die letzten Schatzkammern der Meere vernichtet. Binnen Minuten zerstören die Fischer die gerade erst entdeckten Tiefsee-Korallen, die in Jahrtausenden völlig ungestört herangewachsen sind, erklärt Henningsen weiter. Jeder Tag, der mit endlosen Diskussionen über Maßnahmen vergeht, bedeutet den Verlust eines weiteren einzigartigen Lebensraumes.

Fischer aus Dänemark (Färöer-Inseln), Island, Litauen, Lettland, Estland, Russland, Spanien und Portugal sind für den Großteil der

Grundschleppnetzfischerei im Nordwestatlantik verantwortlich. Auf der Jagd nach Fisch durchpflügen die Fangflotten den Meeresboden mit Schleppnetzen, die durch moderne Technik bis zu 1500 Meter tief über den Grund gezogen werden. Der Schaden, den sie an den einzigartigen Lebensformen der Tiefsee anrichten, ist unabsehbar.

Lesen Sie auch unser Weblog der Rainbow Warrior Tiefsee-Tour 2004 in Australien (Englisch).

Mehr zum Thema

fishery sea bass

Überfischung

  • 19.10.2021

Unser Verlangen nach Fisch übersteigt die Belastungsgrenzen des marinen Ökosystems bei weitem. Die Überfischung der Meere stellt damit eine große Bedrohung für die Meeresumwelt dar.

mehr erfahren
Dorsch im Stellnetz

Ostsee-Dorsch kollabiert

  • 12.10.2021

EU beschließt, die Fischerei auf Dorsch in der Ostsee einzustellen. Die Bestände sind durch jahrzehntelange Überfischung zusammengebrochen.

mehr erfahren
Rote Tiefseekoralle (Calcigorgia spiculifera) als Beifang

Beifang

  • 06.10.2021

In vielen Fischereien gibt es Beifang. Das heißt, dass außer den Zielarten andere Arten ungewollt mitgefangen werden. In den meisten Fällen werden diese dann tot oder sterbend ins Meer zurückgeworfen.

mehr erfahren
Die Saya de Malha Bank ist Teil des Maskarenen-Plateaus und liegt zwischen Mauritius und den Seychellen im Indischen Ozean. Sie ist die größte Seegraswiese der Welt und eine der größten Kohlenstoffsenken der Hohen See.

Fischerei heizt Klimakrise an

  • 18.09.2021

Die Grundschleppnetzfischerei in den Ozeanen löscht marine Lebensräume aus und setzt mehr CO2 frei als die Luftfahrt. Das belegt eine aktuelle US-Studie.

mehr erfahren

Lebensgrundlagen in Gefahr

  • 18.09.2021

Die Fischerei im Indischen Ozean wird nicht ausreichend kontrolliert: Rund ein Drittel der untersuchten Fischpopulationen gelten bereits als überfischt.

mehr erfahren

Siegel nicht sauber

  • 09.09.2021

Das MSC Siegel soll eigentlich nachhaltigen Fischfang garantieren. Doch es hält oft nicht, was es verspricht. Bio-Produkte oder vegetarisch ist daher Ostern die bessere Wahl.

mehr erfahren