Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Bornholmtief nordöstlich der Insel Bornholm ist die letzte Region der Ostsee, die den Dorschen noch zum Laichen geblieben ist. Dorsche sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Für die akut gefährdeten Bestände gibt es nur eine Chance: Ihre Laichgründe müssen geschützt werden.

Von leeren Meeren hat niemand etwas. Die Greenpeace-Forderung nach großen Schutzgebieten steht darum nicht im Widerspruch zum Anliegen der Fischer. Beispiele aus Neuseeland und den USA haben bewiesen, dass Fischbestände sich unter Schutz erholen. Die lokale Fischindustrie hat davon profitiert, denn Fische aus gesunden Beständen wandern auch in die umliegenden Gebiete ab.

Wenn die Fischer in der Ostsee auch morgen noch etwas im Netz haben wollen, brauchen wir dringend große Schutzgebiete, sagt Iris Menn, Meeresbiologin bei Greenpeace. In den Schutzgebieten müssen Fischerei, Öl- und Gasförderung verboten sein. Nur so lassen sich Arten und Lebensräume schützen, und die Fischbestände haben eine Chance sich zu erholen.

Greenpeace hat in den Häfen von Bornholm und entlang der schwedischen Südküste über die Notwendigkeit von großflächigen Schutzgebieten informiert. Dabei hat sich gezeigt, dass es unter den Fischern eine breite Zustimmung gibt.

Das neue Greenpeace-Schiff Beluga II kreuzt seit zweieinhalb Wochen in der Region. Die Crew bittet jeden Fischkutter, den sie in dem gefährdeten Gebiet antrifft, dieses zu verlassen. Die Ostsee-Tour ist Teil einer großen Greenpeace-Schutzkampagne in Nord- und Ostsee. Von Mitte Juli bis Mitte September war die Esperanza mit einem internationalen Greenpeace-Team in der Nordsee unterwegs. (sit)

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Schutzgebieteseite.

Mehr zum Thema

fishery sea bass

Überfischung

  • 19.10.2021

Unser Verlangen nach Fisch übersteigt die Belastungsgrenzen des marinen Ökosystems bei weitem. Die Überfischung der Meere stellt damit eine große Bedrohung für die Meeresumwelt dar.

mehr erfahren
Dorsch im Stellnetz

Ostsee-Dorsch kollabiert

  • 12.10.2021

EU beschließt, die Fischerei auf Dorsch in der Ostsee einzustellen. Die Bestände sind durch jahrzehntelange Überfischung zusammengebrochen.

mehr erfahren
Rote Tiefseekoralle (Calcigorgia spiculifera) als Beifang

Beifang

  • 06.10.2021

In vielen Fischereien gibt es Beifang. Das heißt, dass außer den Zielarten andere Arten ungewollt mitgefangen werden. In den meisten Fällen werden diese dann tot oder sterbend ins Meer zurückgeworfen.

mehr erfahren
Die Saya de Malha Bank ist Teil des Maskarenen-Plateaus und liegt zwischen Mauritius und den Seychellen im Indischen Ozean. Sie ist die größte Seegraswiese der Welt und eine der größten Kohlenstoffsenken der Hohen See.

Fischerei heizt Klimakrise an

  • 18.09.2021

Die Grundschleppnetzfischerei in den Ozeanen löscht marine Lebensräume aus und setzt mehr CO2 frei als die Luftfahrt. Das belegt eine aktuelle US-Studie.

mehr erfahren

Lebensgrundlagen in Gefahr

  • 18.09.2021

Die Fischerei im Indischen Ozean wird nicht ausreichend kontrolliert: Rund ein Drittel der untersuchten Fischpopulationen gelten bereits als überfischt.

mehr erfahren

Siegel nicht sauber

  • 09.09.2021

Das MSC Siegel soll eigentlich nachhaltigen Fischfang garantieren. Doch es hält oft nicht, was es verspricht. Bio-Produkte oder vegetarisch ist daher Ostern die bessere Wahl.

mehr erfahren