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Die ICCAT (International Commission for Conservation of Atlantic Tuna), deren Aufgabe es ist, die Entwicklung der atlantischen Fischarten zu überwachen, reagierte damit auf einen Vorschlag der USA. Das erste internationale Verbot der Flossenfischerei ist ein bedeutsamer Schritt. Wir sind der US-Regierung sehr dankbar, sagte Sonja Fordham, eine Expertin für Haifischschutz der Ocean Conservancy. Die ICCAT, der 63 Nationen angehören, stimmte auch zu, mehr Daten zu sammeln und Aufzuchtgebiete zu identifizieren.

Die neue Vereinbarung verbietet das sogenannte shark finning, wobei Fischer den Haien die Flossen abschneiden und den Körper einfach zurück ins Meer werfen, weil sie Platz für noch mehr Schwanzflossen brauchen. Haifischflossen gelten in Asien als Delikatesse und werden sehr teuer gehandelt: Haifischflossensuppe verkauft sich in Singapur für 100 Dollar, verkündet die Umweltschutzorganisation WildAid. Laut UN werden jedes Jahr mehr als 70 Millionen Haie getötet.

Das shark finning ist eine unfassbare Ingnoranz dem Lebenwesen gegenüber, sagt Greenpeace-Meeresexpertin Dr. Iris Menn. Wir begrüßen die Entscheidung des ICCAT. Allerdings müssen nun auch die entsprechenden Kontrollen sichergestellt und die Haifischjagdflotte reduziert werden. Süd-Korea ist das einzige Land, das der Vereinbarung nicht zugestimmt hat. Es hat jetzt sechs Monate Zeit sich zu entscheiden, ob es das Verbot unterzeichnen wird. (ang)

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