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Die Aktivisten aus Polen, Österreich, Deutschland, Ungarn und Belgien reagierten auf eine Ankündigung des Gentechnik- und Saatgutkonzerns Pioneer, im kommenden Jahr in Polen Gen-Mais auf einer Fläche von 30.000 Hektar anzubauen. Das entspricht in etwa der Größe Münchens. Mit ihrer Aktion appellieren die Greenpeacer an den polnischen Umweltminister, den Anbau zu verbieten.

Polen unterstützt die bereits existierenden nationalen Importverbote von Ländern wie Österreich, Deutschland, Frankreich, Griechenland und Luxemburg, sagte Greenpeace-Sprecher Maciej Muskat. Allerdings hat die Regierung bisher keine Schutzmaßnahmen für die heimische Landwirtschaft getroffen.

Der für den Anbau vorgesehene Gen-Mais MON 810 bekam seine Zulassung für die EU nach der alten Freisetzungsrichtlinie 90/220. Die zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten - zu denen Polen zählt - waren in den Prozess noch nicht eingebunden. Maciej Muskat: Wir fordern Umweltminister Swaton auf, ein nationales Importverbot für Gentech-Mais zu verhängen, bis die Auswirkungen auch auf die polnischen Ökosysteme erforscht sind.

Die Osteuropa-Zentrale des Gentechnik- und Saatgutkonzerns Pioneer liegt im österreichischen Parndorf. Trotz mehrfacher Anläufe wurden bis jetzt weder für Versuchszwecke, noch für kommerzielle Anwendungen gentechnisch veränderte Organismen in Österreich freigesetzt.

Wir wissen, dass die Entscheidung über den polnischen Gentech-Anbau in Österreich getroffen wird, erklärte Muskat. Wir fordern von Pioneer-Geschäftsführer Rudolph: Keine doppelten Standards! Die polnische Landwirtschaft muss frei von Gentech-Anbau bleiben.

Greenpeace ist gegen den Anbau von Gen-Pflanzen. Diese können sich unkontrolliert in der Natur ausbreiten - über Entfernungen von mehreren Kilometern. Sie gefährden damit auch die gentechnikfreie Landwirtschaft und langfristig eine gentechnikfreie Ernährung. Eine solche Entwicklung ließe sich nicht mehr rückgängig machen. (mir)

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