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© Greenpeace/Y.A.Bertrand

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Geklagt hatten zwei Bauern, die nach der Veröffentlichung der Karte um ihre Ernten fürchteten. Vandalen könnten die Felder verwüsten. Tatsächlich wird jährlich rund die Hälfte der Testfelder in Frankreich zerstört.

Da es uns nicht mehr erlaubt ist, die Karte auf unserer Webseite zu veröffentlichen, haben wir eins der Felder richtig markiert, schmunzelt Arnaud Apoteker von Greenpeace Frankreich. Wir werden fortfahren, die Standorte von Genmais zu veröffentlichen, bis die französische Regierung ihrer Verpflichtung nachkommt, ein offizielles Register herauszugeben.

Die EU-Richtlinie 2001/18 verpflichtet die Mitgliedsstaaten, die Standorte der Felder mit Genpflanzen zu veröffentlichen. Die französische Regierung hat dies jedoch noch nicht in nationales Recht umgesetzt. Wir verteidigen durch unsere Veröffentlichung lediglich das Recht der Öffentlichkeit auf Information, sagt Geert Ritsema von Greenpeace International.

{image_r}Deshalb ist die Google-Karte ab sofort auf der Website von Greenpeace International zu finden und wird per E-Mail an Tausende Menschen verschickt. Wer möchte, kann die Karte gern auch auf seiner eigenen Webseite einbauen - allerdings besser nur außerhalb Frankreichs.

Frankreich ist indes nicht das einzige Land, in dem der Anbau mit Genpflanzen unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit erfolgt. Auch die spanische Regierung weigert sich bislang, die Standorte zu veröffentlichen.

Wie wichtig aber gerade diese Information ist, konnte Greenpeace in Spanien im April demonstrieren. In der Studie mit dem Titel Unmögliche Koexistenz konnten wir nachweisen, dass in fast 20 Prozent der untersuchten Fälle die Felder in der Nachbarschaft von Genmais durch diesen verunreinigt waren. Die Bauern und Verbraucher ahnten von nichts.

Die Fotos der Aktion bei Marmande machte übrigens der Fotograf Yann Arthus Bertrand, bekannt geworden durch sein Buch Die Erde von oben.

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