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Das Institut, das dem Bundesamt für Züchtungsforschung angegliedert ist, hatte 1999 in Franken und in der Pfalz 127 gentechnisch veränderte Weinreben freigesetzt. Den Pflanzen der Sorten Riesling, Dornfelder und Seyval blanc waren Gene der Gerste eingesetzt worden. Sie sollten die Reben gegen Pilze wie Mehltau und Grauschimmel resistent machen. Es war bundesweit der erste Freilandversuch dieser Art.

Durch Pollenflug kann eine Verunreinigung herkömmlicher Weinreben stattfinden, so Prof. Reinhard Töpfer, Direktor des Instituts. Es bilden sich genveränderte Samen. Eine genauere Auswertung der Daten steht noch aus. Bisher hat es laut Prof. Töpfer weltweit keine Untersuchung zum Ausmaß der Auskreuzung genmanipulierter Weinreben gegeben. Weltweit wird bisher noch kein Gen-Wein kommerziell angebaut.

Pflanzen funktionieren eben nicht wie Maschinen, kommentiert Henning Strodthoff, Gentechnikexperte von Greenpeace, den Fehlschlag. Durch den Abbruch des Versuchs wird eine Ausbreitung des Gen-Weins hoffentlich verhindert. (us)

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