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Anders als etwa Mais ist Raps seit Urzeiten in Europa beheimatet. Wildformen der Pflanze wachsen in Hülle und Fülle an Großbritanniens Flussufern, aber auch beispielsweise an Feldrainen. Genetisch manipulierter Raps trifft daher auf eine Vielzahl verwandter Pflanzen, mit denen er sich kreuzen kann. Pollenflug und Verbreitung durch Insekten führen zu großflächiger Durchmischung. Dabei können auch Eigenschaften des Gen-Rapses wie die Resistenz gegen bestimmte Herbizide weitergegeben werden.

Die britischen Forscher wanderten rund 300 Kilometer Flussufer ab. Sie schätzen, dass 1,8 Millionen wilde Verwandte des Rapses nur bis zu 30 Meter von den angepflanzten Raps-Kulturpflanzen auf den Feldern entfernt wachsen. Auskreuzung und Produktion von Zehntausenden Hybriden sind unter diesen Umständen unvermeidlich. Etliche Tausende kommen durch Bestäubung über größere Distanzen noch hinzu. Gegner der Gentechnologie sehen durch den Report ihre Befürchtungen bestätigt: Gen-Pflanzen könnten außer Kontrolle geraten, noch bevor die Risiken der Gentechnik überhaupt ausreichend erforscht sind. (sit)

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