Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die erneute Aggression der US-Regierung gegen Restriktionen bei genmanipulierten Organismen (GMO) ist Teil des Versuchs ihre eigenen Ministandards dem Rest der Welt aufzuzwingen, sagte Dan Hindsgaul von Greenpeace. Ihr Endziel ist, dass die Herstellung von Nahrungsmitteln weltweit von A bis Z durch Konzerne übernommen werden kann. Dadurch wird die Umwelt, Bio-Vielfalt und Nahrungssicherheit aufs Spiel gesetzt.

Laut Greenpeace-Studie dient der jüngste Vorstoß Washingtons vor der WTO gegen das Moratorium der EU bei neuen GMO lediglich dazu, Einschränkungen gegen GMO in der EU und dem Rest der Welt zurückzudrängen. Durch das EU-Verbot sei nach eigenen Angaben US-Farmern ein Verdienstausfall von 300 Millionen Dollar entstanden. Die Drohung mit der WTO hat in der Vergangenheit bereits Entwicklungsländer wie Sri Lanka, Bolivien, Südkorea und Thailand von Gentechnik-Verboten oder strikten Regulierungen zurückschrecken lassen.

Die WTO sollte sich eigentlich nicht mit der Regulation von GMO beschäftigen, stellt Hindsgaul klar. Wenn im September endlich das Cartagena-Protokoll zur Bio-Sicherheit in Kraft tritt, haben die Mitgliedsländer dieses UN-Vertrages ein Mittel in der Hand, um sich gegen den US-Angriff auf ihre Umwelt, Bauern und Verbraucher zur Wehr zu setzen. Die USA selbst gehören der Konvention für Biodiversität nicht an, zu der das Cartagena-Protokoll gehört. "Die Vereinigten Staaten sind ein Rogue State (Schurkenstaat) wenn es um die Bio-Sicherheit geht. Sie versuchen aktiv den weltweiten Konsens zu zerstören, bei der Regulierung von GMO das Vorsorge-Prinzip anzuwenden", so Gerald Greenfield von Greenpeace. (mir)

Mehr zum Thema

Lasse van Aken

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren

Aussitzen statt Umsetzen

  • 05.08.2021

Seit 2005 führen Unionspolitiker:innen das Bundeslandwirtschaftsminsterium. Landwirt:innen, Klima und Umwelt sind die Verlierer:innen dieser Ära des Stillstands.

mehr erfahren

„Auf Biegen und Brechen“

  • 24.06.2021

Die EU-Förderpolitik müsste bäuerliche Betriebe auf die Herausforderungen durch Klima- und Artenkrise vorbereiten. In Brüssel und Berlin lässt man sie aber im Stich.

mehr erfahren
Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter

Klimaschutz als Chance

  • 11.05.2021

Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter über die Folgen des Klima-Urteils: Statt weiterer Verzögerungspolitik brauchen Landwirt:innen jetzt klare Vorgaben.

mehr erfahren