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Die erneute Aggression der US-Regierung gegen Restriktionen bei genmanipulierten Organismen (GMO) ist Teil des Versuchs ihre eigenen Ministandards dem Rest der Welt aufzuzwingen, sagte Dan Hindsgaul von Greenpeace. Ihr Endziel ist, dass die Herstellung von Nahrungsmitteln weltweit von A bis Z durch Konzerne übernommen werden kann. Dadurch wird die Umwelt, Bio-Vielfalt und Nahrungssicherheit aufs Spiel gesetzt.

Laut Greenpeace-Studie dient der jüngste Vorstoß Washingtons vor der WTO gegen das Moratorium der EU bei neuen GMO lediglich dazu, Einschränkungen gegen GMO in der EU und dem Rest der Welt zurückzudrängen. Durch das EU-Verbot sei nach eigenen Angaben US-Farmern ein Verdienstausfall von 300 Millionen Dollar entstanden. Die Drohung mit der WTO hat in der Vergangenheit bereits Entwicklungsländer wie Sri Lanka, Bolivien, Südkorea und Thailand von Gentechnik-Verboten oder strikten Regulierungen zurückschrecken lassen.

Die WTO sollte sich eigentlich nicht mit der Regulation von GMO beschäftigen, stellt Hindsgaul klar. Wenn im September endlich das Cartagena-Protokoll zur Bio-Sicherheit in Kraft tritt, haben die Mitgliedsländer dieses UN-Vertrages ein Mittel in der Hand, um sich gegen den US-Angriff auf ihre Umwelt, Bauern und Verbraucher zur Wehr zu setzen. Die USA selbst gehören der Konvention für Biodiversität nicht an, zu der das Cartagena-Protokoll gehört. "Die Vereinigten Staaten sind ein Rogue State (Schurkenstaat) wenn es um die Bio-Sicherheit geht. Sie versuchen aktiv den weltweiten Konsens zu zerstören, bei der Regulierung von GMO das Vorsorge-Prinzip anzuwenden", so Gerald Greenfield von Greenpeace. (mir)

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