Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Für Umweltschützer und Gentechnikkritiker stellt sich die Frage nach dem Nutzen dieses Freilandversuches. Die Forscher haben bei der Genmanipulation an der Kartoffelpflanze auch ein Gen für die Unempfindlichkeit (Resistenz) gegenüber einem Antibiotikum eingesetzt. Nach der europäischen Freisetzungsrichtlinie ist die Verwendung solcher Antibiotika-Resistenzgene aber ab 2005 verboten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass solche Gene auf krankheitserregende Bakterien übertragen werden, warnt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. Die medizinische Behandlung könnte dann sehr schwierig oder unmöglich werden.

Brendel weist darauf hin, dass es sich bei dem jetzt genehmigten Versuch keinesfalls um eine rein universitäre Veranstaltung handelt. Den Antragsunterlagen beim RKI ist zu entnehmen, dass die TU mit Saatgutunternehmen (BASF, SaKa-Ragis, Hild Samen) sowie dem Tiefkühlkosthersteller Langnese-Iglo und Unilever kooperiert. Obwohl die Mehrheit der Konsumenten Gentechnik in Nahrungsmitteln ablehnen, wollen diese Lebensmittelfirmen Gen-Food durchsetzen, so Brendel. (mir)

Mehr zum Thema

Lasse van Aken

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren

Aussitzen statt Umsetzen

  • 05.08.2021

Seit 2005 führen Unionspolitiker:innen das Bundeslandwirtschaftsminsterium. Landwirt:innen, Klima und Umwelt sind die Verlierer:innen dieser Ära des Stillstands.

mehr erfahren

„Auf Biegen und Brechen“

  • 24.06.2021

Die EU-Förderpolitik müsste bäuerliche Betriebe auf die Herausforderungen durch Klima- und Artenkrise vorbereiten. In Brüssel und Berlin lässt man sie aber im Stich.

mehr erfahren
Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter

Klimaschutz als Chance

  • 11.05.2021

Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter über die Folgen des Klima-Urteils: Statt weiterer Verzögerungspolitik brauchen Landwirt:innen jetzt klare Vorgaben.

mehr erfahren