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In den USA müssen Felder mit Bt-Mais eine Schutzzone aufweisen, die mit konventionellem Mais bepflanzt ist. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Schädlinge gegen das Gift resistent werden. Paaren sich bereits resistente mit normalen Insekten, wird die Resistenz in der Regel nicht vererbt. Die Nachkommenschaft stirbt an dem Gift im Gen-Mais. So die Theorie.

In der Praxis wechseln nicht nur die Insekten ihren Standort, sondern offensichtlich auch die Pollen des Bt-Maises. Die Wissenschaftler fanden etliche Meter weit auf den konventionell bebauten Flächen Maispflanzen, die in einem Teil ihrer Körner das Bt-Gift aufwiesen. Je größer die Nähe zum Bt-Mais, desto höher die Konzentration des Bt-Giftes in den konventionellen Pflanzen. In zwei Meter Entfernung wiesen die konventionellen Maiskolben 43 bis 45 Prozent der Giftmenge des Gen-Maises auf.

Umweltschützer sehen ihre Befürchtungen durch die Erkenntnisse des Forscherteams bestätigt. Greenpeace-Gentechnikexpertin Ulrike Brendel wies erneut darauf hin, dass die Folgen des Gen-Ackerbaus in ihrem Ausmaß nicht abzuschätzen seien. Es ist unverantwortlich, wie hier mit der Umwelt herumexperimentiert wird. Wir haben die Gentechnik nicht unter Kontrolle, sagte Brendel.

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