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Arc-de-Triumph in-Paris
© Pierre GLEIZES/GREENPEACE

Stoppt Gen-Mais - Greenpeace auf dem Arc de Triomphe

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Greenpeace-Aktivisten haben am Dienstagmorgen ein großes Banner mit der Aufforderung Ban GMO´s NOW am Arc de Triomphe in Paris aufgehängt. Sie fordern von der französischen Regierung, gentechnisch veränderte Organismen zu verbieten. Diese wird vorausichtlich innerhalb der nächsten Tage über den künftigen Umgang mit gentechnisch verändertem Saatgut entscheiden. Noch ist völlig offen, wie die Entscheidung ausfällt.

Präsident Nicolas Sarkozy leitet derzeit den französischen Umweltdialog Grenelle de L'Environnement, der hitzige Diskussionen um gentechnisch manipuliertes Saatgut ausgelöst hat. Kürzlich veröffentlichten Medienberichten zufolge will Umweltminister Jean-Louis Borloo die Genehmigung für Gen-Saatgut in Frankreich aufheben. Dagegen protestieren jedoch diverse Saatgut- und Landwirtschaftsorganisationen.

Die EU-Mitglieder Österreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn und Polen haben Gen-Saatgut bereits verboten oder die Vermarktung eingeschränkt. Greenpeace verlangt von den übrigen EU-Regierungen sowie der EU-Kommission, diesen Beispielen zu folgen, um Menschen und Umwelt zu schützen. Frankreichs politische Führung müsse die breite Ablehnung der Bürger gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln anerkennen.

{image_r}Die französische Regierung sollte sich fortschrittlicheren europäischen Regierungen anschließen und gentechnisch veränderte Organismen verbieten, fordert Arnaud Apoteker, Sprecher der Gentechnikkampagne von Greenpeace Frankreich. Gen-Saatgut birgt unberechenbare Gefahren für Umwelt, menschliche Gesundheit und Wirtschaft.

Mittelpunkt der Debatte ist das Saatgut des genmanipulierten Maises MON810, vertrieben vom US-amerikanischen Industriegiganten Monsanto. MON810 ist derzeit das einzige Gen-Saatgut, dessen Anbau in Europa erlaubt ist.

Wegen MON810 gab es auch in Deutschland schon eine hitzige Debatte. Im Mai 2007 bestätigte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, was Greenpeace schon lange vertritt: (...)dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Agrarminister Seehofer hatte daraufhin die Vermarktung der Gen-Saat vorübergehend eingeschränkt. Weiterhin machte er dem Gentechnikunternehmen Monsanto zur Auflage, ab nächstem Jahr den Gen-Mais besser zu überwachen.

Fragwürdig, findet Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace: Warum soll Gen-Mais aufwendig und kostspielig überwacht werden, wenn die immense Gefahr, die von ihm ausgeht, bekannt ist? Es muss endlich Schluss sein mit dem Herumlavieren, Seehofer muss Farbe bekennen. Ein Anbauverbot ist die einzige Möglichkeit, das von Gen-Mais verursachte Risiko einzudämmen!

Überhaupt ist die rechtliche Situation um MON810 schwammig. Die 1998 erlassene Genehmigung, das Saatgut zu verkaufen, ist am 17. Oktober 2007 abgelaufen. Trotzdem beabsichtigen viele EU-Mitglieder, den Anbau auch 2008 zu erlauben - auf Basis der nicht mehr gültigen Genehmigung.

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