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Im neuen Gentechnikgesetz ist das Recht auf gentechnikfreie Lebensmittel verankert. Jeder der konventionellen oder Öko-Mais anbaut, kann sich darauf berufen, erklärt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin bei Greenpeace. Ob der Mais auf einem großen Acker oder im Hausgarten wächst, ist dabei egal.

Wer also einen Gen-Bauern in der Nähe hat und Öko-Mais oder auch konventionellen Mais anbaut, kann den gentechnikfreundlichen Nachbarn anschreiben und sich auf den Sicherheitsabstand berufen. Bei konventionellem Mais beträgt er 150 Meter. Einen Musterbrief stellen wir auf unserer Internetseite unter www.genhofer.de zur Verfügung.

Verteilt wurde der Mais der Sorte Bantam in den Orten Fröhstockheim, Rödelsee und Wiesenbronn. Dort verläuft die 300-Meter-Grenze teilweise mitten durch die Gärten der Bewohner. Wer in anderen Ortschaften wohnt und sich der Aktion anschließen will, kann die Öko-Saat bestellen. Infos und Bezugsquellen finden Sie unter www.bantam-mais.de. An der Aktion Bantam-Mais beteiligen sich bereits Zehntausende.

Gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen können Sie sich auch wehren, wenn Sie Ihr Land nicht selber nutzen sondern verpachten. Möglich ist dies bei Vertragsänderungen, Neuverpachtung oder der Verlängerung eines Pachtvertrages. Diesen Weg geht inzwischen die evangelische Kirche in Bayern. Sie verbietet per Pachtvertrag die Gen-Saat auf ihrem Land.

Falls Sie wissen wollen, ob die bayerischen Anbauflächen möglicherweise auch in ihrer Nachbarschaft liegen: Auf Google-Maps können sie es herausfinden. Hier hat Greenpeace die Gen-Äcker kenntlich gemacht.

Gen-Mais wird aber nicht nur im Raum Würzburg angebaut. Die meisten Äcker liegen in Brandenburg, gefolgt von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Auf unserer Karte zum Gen-Maisanbau in Deutschland sind die Orte verzeichnet.

(Autorin: Antonia Berndt)

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