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Greenpeace hat die Länderkammer aufgefordert, den unverantwortlichen Antrag abzulehnen. Die Lobbyisten der Gentech-Industrie haben in Sachsen-Anhalt einen willigen Büttel für ihre Interessen gefunden, so Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. Bereits jetzt müssen Landwirte damit rechnen, dass Gen-Pflanzen zum Teil ohne jede Kennzeichnung angebaut werden und sich per Pollenflug unkontrolliert ausbreiten. Das Gentechnikgesetz muss klarstellen, dass die Gentechnik-Konzerne auch zahlen müssen, wenn umliegende Äcker kontaminiert werden.

Wie dringend erforderlich Schutzmaßnahmen für die konventionelle und organische Landwirtschaft sind, zeigt sich an der jüngsten Entscheidung des Bundessortenamtes in Hannover, das gerade den begrenzten Anbau von sechs gentechnisch veränderten Maissorten genehmigt hat. Bei einer Neuformulierung des Gentechnikgesetzes im Sinne Sachsen-Anhalts würde diese Entwicklung gefördert und der massiven unkontrollierten Ausbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen stünde nichts mehr im Wege.

Wie die Entscheidung des Bundesrates ausgefallen ist, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

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