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Warnschild auf einer Ladung Gen-Soja aus dem Hause Monsanto.
Kent Hardouin/Greenpeace

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Greenpeace nutzte die Gelegenheit, um den offiziellen Vertretern des Protokolls den neuesten Verseuchungsbericht zu überreichen. In dem Report sind 113 Fälle von Verseuchungen, illegale Freisetzungen und negative landwirtschaftliche Auswirkungen durch Gen-Pflanzen dokumentiert.

Es geht bei dem Treffen um nicht mehr und nicht weniger als die Sicherheit der Umwelt und der Verbraucher, sagt Benedikt Haerlin, Gentechnikexperte bei Greenpeace. Die internationale Völkergemeinschaft muss dafür sorgen, dass Gen-Pflanzen sich nicht in den importierenden Ländern ausbreiten, nur weil Produzenten und Verbraucher dort wegen der fehlenden Kennzeichnung gar nicht wissen, was sie vor sich haben. Die meisten Entwicklungsländer, in denen nationale Gentechnikgesetze fehlen, sind auf das internationale Protokoll zur biologischen Sicherheit angewiesen.

Der Gentechnik-Verseuchungsbericht markiert wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Die Verseuchung dürfte sich in Wahrheit viel schneller ausbreiten, als wir sie dokumentieren können. Umso dringender sind die internationalen Kennzeichungsstandards. Hier ist vor allem Brasilien in der Pflicht - als Gastgeber des Treffens. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bietet sich die einzigartige Gelegenheit, erklärt Haerlin, den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der Entwicklungsländer über die Interessen der USA und Agro-Konzerne wie Monsanto und Cargill zu stellen.

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