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Hügellandschaft mit Rapsfeldern - der Raps blüht gelb.
© Bernhard Nimtsch / Greenpeace

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An dem österreichischen Vorgehen muss sich der deutsche Verbraucherschutzminister Horst Seehofer ein Beispiel nehmen, fordert Henning Strodthoff, Gentechnikexperte bei Greenpeace. Auch in Deutschland stellt der Gen-Raps für die Umwelt und Landwirtschaft eine Gefahr dar. Deutschland muss nicht jeden Unsinn aus Brüssel mitmachen.

Hauptkritikpunkt an dem Gen-Raps ist seine Umweltgefährdung. Gerade genmanipulierter Raps ist eine besondere Risikopflanze, weil Raps aufgrund seiner vielen natürlichen Verwandten besonders leicht auskreuzt, warnt Strodthoff.

Die Erfahrungen mit Gentech-Raps in Kanada liefern ein mahnendes Beispiel: Bereits nach wenigen Jahren sind in den Regionen, wo Gen-Raps angebaut wurde, Kontaminationen auf anderen Rapsfeldern unvermeidlich.

Greenpeace hofft, dass dieses erneute nationale Importverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen ein klares Signal auf europäischer Ebene ist. Besondere Bedeutung kommt ihm zu, weil Österreich zurzeit die EU-Präsidentschaft inne hat. In einem Augenblick also, wo Gentech-Importverbote anderer Länder, wie Griechenland, Polen oder Ungarn, gerade unter heftigem Beschuss durch die EU-Kommission stehen.

Greenpeace fordert Verbraucherschutzminister Seehofer auf, seine gentechnikfreundliche Politik endlich aufzugeben. Das deutsche Gentechnikgesetz soll nochmals geändert werden und steht im Bundestag deswegen am Donnerstag zur Debatte.

Minister Seehofer muss sich für Transparenz stark machen. Die Geheimniskrämerei um die Gentechnik muss deswegen gestoppt werden, sagt Strodthoff. Greenpeace hatte den Entwurf kritisiert, da Gen-Skandale von den Behörden nicht öffentlich gemacht werden müssen.

Studie: Jobmotor Klimaschutz

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