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StarLink-Mais wurde 1998 von der amerikanischen Umweltbehörde EPA ausschließlich für die Verwendung als Tierfutter und für industrielle Zwecke wie die Herstellung von Alkohol zugelassen. Die Firma Aventis musste sicherstellen, dass das genmanipulierte Getreide nicht in die menschliche Nahrungskette gelangt. Trotzdem tauchte der GenMais in Fertigprodukten auf, die daraufhin aus dem Handel gezogen werden mussten. Im März 2001 erklärte Aventis, StarLink werde nie wieder gänzlich aus der Nahrung veschwinden.

Tatsächlich wurde der Gen-Mais in der Folge immer wieder in kommerziell angebautem Mais gefunden. Nachgewiesen wurde er auch in Lebensmittelhilfen der USA an Bolivien. Bauern in verschiedenen Bundesländern der USA haben Klagen gegen Aventis eingereicht, weil ihre Ernte kontaminiert war. Im vergangenen Jahr erklärten sich die Firmen StarLink Logistics (Aventis) und Garst Seed (Avanta) sowie vier Lebensmittelproduzenten einverstanden, neun Millionen US-Dollar Entschädigungen an Verbraucher zu zahlen, die nach dem Verzehr von StarLink-kontaminierten Produkten über allergische Reaktionen geklagt hatten. (sit)

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