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Mexiko hat das Cartagena-Protokoll zur biologischen Sicherheit (Biosafety-Protokoll) ratifiziert, das einen Tag zuvor, am Donnerstag, in Kraft getreten ist. Das Abkommen erlaubt den Ländern ausdrücklich, zum Schutz der Umwelt und Verbraucher, die Einfuhr genmanipulierter Organismen zu verbieten. Trotzdem gelangen immer noch Ladungen mit keimfähigem genmanipuliertem Mais aus den USA nach Mexiko.

Hier herrscht Alarmstufe 1, empört sich Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace, die sich derzeit anlässlich der 5. WTO-Konferenz im mexikanischen Cancún aufhält. Es ist unverantwortlich, Mexikos Maisvielfalt und eines der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel der Verschmutzung durch Gen-Mais preiszugeben. Dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die Kultur und die Lebensgrundlage der mexikanischen Bauern. Schon 2001 wurden trotz des Anbau-Verbots im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca traditionelle Maissorten gefunden, die gentechnisch verunreinigt waren.

Der Kampf gegen die Überflutung der armen Länder mit genmanipulierten Produkten aus den USA wird an allen Fronten geführt. Während in Veracruz schon die Entladekräne bereitstehen, finden in Cancún erbitterte Auseinandersetzungen über "freien Handel" statt. Über die WTO üben die USA massiven Druck aus, um die internationalen Märkte für ihre Produkte zu öffen. Zur Strategie der Bush-Regierung gehört auch die offizielle Klage bei der WTO gegen den Anbaustopp für genmanipulierte Pflanzen in der EU, erhoben am 29. August 2003.

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