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Warum diese Lebensmittel? Sie müssen laut Verordnung nicht gekennzeichnet werden, auch wenn sie von Tiere stammen, die mit Gen-Futter gefüttert wurden. Greenpeace fordert Bundesverbraucherministerin Renate Künast auf, sich in Brüssel für die Schließung der Gesetzeslücke einzusetzen.

Die von der Politik häufig bemühte Wahlfreiheit existiert nicht, solange Produkte, bei deren Herstellung Gen-Pflanzen verfüttert wurden, nicht kenntlich gemacht werden, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Viele Lebensmittel-Hersteller wie Müllermilch oder Herta Wurst ruhen sich auf der Gesetzeslücke aus und setzen auf eine Fütterung mit Gen-Pflanzen.

Über 80 Prozent der nach Europa importierten Gen-Pflanzen landen im Futtertrog der Schweine, Milchkühe oder Legehennen. Allein für das Futter in Deutschland werden in den USA und Argentinien auf über einer Million Hektar Gen-Soja und Gen-Mais angebaut. Das entspricht rund der vierfachen Größe des Saarlandes.

Greenpeace-Aktivisten haben bereits 180.000 Unterschriften für eine europaweite Gen-Kennzeichnungspflicht tierischer Produkte gesammelt. Inzwischen fordert auch der Europarat von seinen Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament die Gen-Kennzeichnung tierischer Produkte. Auch der deutsche Bundestag hat die Regierung beauftragt, sich auf EU-Ebene für entsprechende Nachbesserungen einzusetzen. (mir)

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