Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Als Isotopen bezeichnen Wissenschaftler die unterschiedlich schweren Atome eines einzelnen chemischen Elements. Isotopen kommen ganz natürlich vor. Bei dem vorgestellten Verfahren werden stabile Isotopen eingesetzt, die praktisch unveränderlich sind. Bekannt ist, dass die Verteilung oder das Auftreten der Isotopen in der Natur nicht einheitlich ist. So lassen sich spezifische Isotopenfingerabdrücke erstellen.

Die Wissenschaftler sind in der Lage auch künstliche Isotopengemische herzustellen, also künstliche Isotopenfingerabdrücke. Damit kann man Gen-Futter markieren. Die Markierung übersteht den gesamten Weg vom Tierfutter bis ins Schnitzel oder in die Buttermilch, sagt Gentechnikexperte Christoph Then von Greenpeace. Mit diesem System lässt sich Gen-Soja oder auch Tiermehl eindeutig kennzeichnen. Damit werden Qualitätskontrollen wesentlich vereinfacht. Wir erwarten, dass der Markt für gentechnikfreie Ware davon profitieren wird.

Mit den Untersuchungen will Greenpeace auch die Diskussion um eine Kennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern voranbringen. Über 80 Prozent des weltweit angebauten Gen-Sojas und Gen-Maises werden als Futtermittel eingesetzt. Greenpeace fordert eine gesetzliche Kennzeichnung von tierischen Produkten, die mit diesen Futter-Pflanzen hergestellt wurden. Das jetzt erprobte System, mit dem die gentechnisch veränderten Stoffe indirekt nachgewiesen werden, könnte bei der Überprüfung neuer Kennzeichnungsgesetze eine wertvolle Hilfe bieten. (mir)

Mehr zum Thema

Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Organic Meals at Kindergarten in Hamburg

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren
GP1SUQSD Urban Ecological Farming in Auckland

Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels

  • 31.01.2022

Bisher ist die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa eine Erfolgsgeschichte. Doch mit der Freiheit, sich bewusst gegen Gentechnik im Essen entscheiden zu können, könnte es bald vorbei sein.

mehr erfahren
Protest Against New Pig Farm in Alt Tellin

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren