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Als Isotopen bezeichnen Wissenschaftler die unterschiedlich schweren Atome eines einzelnen chemischen Elements. Isotopen kommen ganz natürlich vor. Bei dem vorgestellten Verfahren werden stabile Isotopen eingesetzt, die praktisch unveränderlich sind. Bekannt ist, dass die Verteilung oder das Auftreten der Isotopen in der Natur nicht einheitlich ist. So lassen sich spezifische Isotopenfingerabdrücke erstellen.

Die Wissenschaftler sind in der Lage auch künstliche Isotopengemische herzustellen, also künstliche Isotopenfingerabdrücke. Damit kann man Gen-Futter markieren. Die Markierung übersteht den gesamten Weg vom Tierfutter bis ins Schnitzel oder in die Buttermilch, sagt Gentechnikexperte Christoph Then von Greenpeace. Mit diesem System lässt sich Gen-Soja oder auch Tiermehl eindeutig kennzeichnen. Damit werden Qualitätskontrollen wesentlich vereinfacht. Wir erwarten, dass der Markt für gentechnikfreie Ware davon profitieren wird.

Mit den Untersuchungen will Greenpeace auch die Diskussion um eine Kennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern voranbringen. Über 80 Prozent des weltweit angebauten Gen-Sojas und Gen-Maises werden als Futtermittel eingesetzt. Greenpeace fordert eine gesetzliche Kennzeichnung von tierischen Produkten, die mit diesen Futter-Pflanzen hergestellt wurden. Das jetzt erprobte System, mit dem die gentechnisch veränderten Stoffe indirekt nachgewiesen werden, könnte bei der Überprüfung neuer Kennzeichnungsgesetze eine wertvolle Hilfe bieten. (mir)

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