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Ein unabhängiges Labor hat festgestellt, dass die Reis-Proben aus der Brauerei Anheuser-Busch in den USA mit dem Gen-Reis LL601 verunreinigt sind. Ein Gen-Reis aus dem Hause Bayer, der fast überall verboten ist. 2006 wurde er in den USA nachträglich genehmigt - nachdem er weltweit in den Reispackungen der Supermärkte zu finden war. Der Skandal war groß - der Verlust der Reisbranche ebenso. Es kam zu Rückrufakionen, Reishändler blieben auf ihren Ladungen sitzen.

Nun also Bier. Und immer noch ist unklar, wie es zu der Verunreinigung kam. Der Reis LL601 wurde zwischen 1999 bis 2001 nur zu Versuchszwecken angebaut. Er war nie für den Verkauf und schon gar nicht als Lebensmittel gedacht. Werden Gen-Pflanzen angebaut, breiten sie sich auch unkontrolliert aus und gelangen in unsere Nahrungsmittel. Auch dann, wenn sie nur über einen kurzen Zeitraum und nur für Versuchszwecke angebaut werden, erklärt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

Was heißt das für unser Feierabendbier? Für Deutschland erst einmal wenig, denn Budweiser aus den USA ist hier nur ein Nischenprodukt. Gängiger ist das gleichnamige Bier aus Tschechien, das mit dem Gen-Bier aus den USA nichts zu tun hat und auch nicht aus Reis besteht.

Anheuser-Busch erklären auf Anfrage von Greenpeace, nur gentechnikfreies Bier zu exportieren. Die Firma hat bisher noch nicht erklärt, wie sie dies garantieren will. Immerhin wird Budweiser aus den USA, das auch dort gebraut wurde, in EU-Länder wie Belgien, UK, Niederlande und Schweden importiert, so Brendel. In den USA ist das Gen-Budweiser aufgrund der nachträglichen Genehmigung nicht verboten - in allen anderen Ländern aber schon.

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