Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der angeblich so zukunfträchtige Laden ist Teil der Extra-Supermarktkette, die zum Metro-Konzern gehört. Ihm stiegen einige Aktivisten aufs Dach und verhängten den gläsernen Eingangsbereich mit rabenschwarzen Vorhängen und einem Banner: Augen auf! Extra lässt Sie im Dunkeln. Stoppt Gift und Gentechnik im Essen. Andere mit verbundenen Augen und Einkaufstüten von Extra stellten die Situation der Kunden nach.

Greenpeace hatte bei Recherchen in den vergangenen drei Monaten immer wieder hohe Pestizidkonzentrationen im Obst und Gemüse aus Supermärkten der Metro-Group entdeckt. Dazu zählen: Extra, Kaufhof und Real. Für die Greenpeace-Verbraucherexpertin Corinna Hölzel steht deshalb fest: Bei Extra werden die Kunden für dumm verkauft.

Computerdisplays an jedem Einkaufswagen und Hightech-Info-Terminals sollen dem Kunden angeblich ausführliche Informationen über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bieten, sagt Hölzel. Doch Metro verschweigt, ob in den Produkten Pestizide und Gentechnik enthalten sind. Der Konzern vertauscht hier bewusst Werbung mit tatsächlicher Information.

Dass in dem Future Store nach wie vor elementare Verbraucherbedürfnisse nicht befriedigt werden, macht auch eine Eurobarometer-Studie von 2001 klar, wonach eine Mehrheit der Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnen. Die Metro AG, die sich selbst eine ausgeprägte Bereitschaft bescheinigt, sich Kundenwünschen flexibel anzupassen, muss deshalb Gentechnik aus ihrem Sortiment nehmen und sofortige Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher vor Pestiziden einleiten.

Greenpeace setzt sich für eine ökologische und sozial gerechte Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik sowie gegen Pestizide in Lebensmitteln ein. Dafür gibt es das Greenpeace-EinkaufsNetz, in dem sich zurzeit rund 30.000 Verbraucher engagieren. Denn die Verbraucher habe die Macht am Markt.

Die Handelsketten haben die Verbraucherinteressen zu akzeptieren. Aber dafür müssen sich auch die Konsumenten für bessere Qualität, eine naturnahe Landwirtschaft und gegen Gentechnik einsetzen. Dazu kann es notwendig sein, auf Importeure und Hersteller Druck auszuüben. (mir)

Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf unseren EinkaufsNetz-Seiten:

Mehr zum Thema

Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Organic Meals at Kindergarten in Hamburg

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren
GP1SUQSD Urban Ecological Farming in Auckland

Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels

  • 31.01.2022

Bisher ist die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa eine Erfolgsgeschichte. Doch mit der Freiheit, sich bewusst gegen Gentechnik im Essen entscheiden zu können, könnte es bald vorbei sein.

mehr erfahren
Protest Against New Pig Farm in Alt Tellin

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren