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Der neue Bericht The GM contamination register report geht auf das globale Gentechnik-Verunreinigungsregister zurück. Das wurde 2005 von GeneWatch UK und Greenpeace ins Leben gerufen. Dort werden alle Fälle von versehentlicher Freisetzung, illegalem Anbau und gefährlichen Auswirkungen der Gen-Pflanzen auf die Landwirtschaft erfasst.

Laut Bericht ist Gen-Mais die Gen-Pflanze, die die meisten Probleme verursacht. Ein Drittel aller registrierten Verunreinigunsfälle der letzten zehn Jahre geht auf Gen-Mais zurück. Die Kontaminationen haben nach wie vor ihren Ursprung am häufigsten in den USA. Aber auch Länder wie Spanien, wo der Anbau von Gen-Mais erlaubt ist, haben mit gentechnischen Verunreinigungen zu kämpfen.

Das Jahr 2006 zeichnet sich allerdings auch durch einen weltweiten Gen-Reisskandal aus. Obwohl nur im Jahre 2001 zu Testzwecken angebaut, tauchte der Gen-Reis LL601 von Bayer CropScience fünf Jahre später als Verunreinigung in US-Reislieferungen nach Europa und Asien wieder auf. Bis heute ist unklar, wie das geschehen konnte. Reisbauern in den USA erlitten Verdiensteinbußen.

Der Bericht zeigt, dass es dringend notwendig ist, endlich ein Abkommen über die Haftungsbedingungen in solchen Fällen zu schließen, sagt Doreen Stabinsky von Greenpeace International. Ein starkes Abkommen könnte sicherstellen, dass die Konzerne, die mit der Gentechnik ihr Geschäft machen, auch für die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden ihrer Produkte zahlen müssen. Ohne so ein Regelwerk, sind es die kleinen Landwirte, die den Preis zahlen müssen.

Seit Montag tagt im kanadischen Montreal eine Arbeitsgruppe des sogenannten Cartagena Protokolls. Das internationale Protokoll regelt Fragen der biologischen Sicherheit gerade auch im Hinblick auf gentechnisch veränderte Organismen. GeneWatch UK und Greenpeace fordern die Delegierten auf, die Weichen für ein starkes Abkommen zur Regelung der Haftungsfragen zu stellen.

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