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Insgesamt 675 öffentliche Versammlungen zum Thema Gentechnologie wurden im Juni und Juli 2003 landesweit abgehalten. Rund 37.000 der verteilten Fragebögen wurden zurückgeschickt und ausgewertet. Das Ergebnis zeigt eine ausgeprägte Feindseligkeit gegenüber der Gentechnik. Neben Befürchtungen, dass Gen-Pflanzen und -Nahrung sich nachträglich auf Umwelt und Gesundheit auswirken könnten, zeigt die Auswertung auch ein weit verbreitetes Misstrauen: Viele Briten betrachten die Motive der Verantwortlichen äußerst argwöhnisch. Das betrifft vor allem die Regierung und Konzerne wie Monsanto.

93 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass die Gentechnik in erster Linie um des Profits willen vorangetrieben werde und nicht im öffentlichen Interesse. 85 Prozent sind überzeugt, dass Gen-Nahrung nur den Produzenten zugute komme, nicht aber den Verbrauchern. 91 Prozent befürchten negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Nur acht Prozent zeigten bedingungslose Zustimmung. Die Studie ergab zudem, dass die Ablehnung vom Informationsstand abhängt: Je mehr die Menschen wissen, desto ablehnender reagieren sie.

Umweltministerin Margaret Beckett hat den Briten versprochen, das Untersuchungsergebnis ernst zu nehmen. Eine offizielle Stellungnahme werde es aber erst zu einem späteren Zeitpunkt geben. Zunächst müssten das Befragungsergebnis, wissenschaftliche Aspekte sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse genau geprüft werden. (sit)

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