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Milchflasche von Landliebe - jetzt ohne Gentechnik
Greenpeace

Greenpeace-Erfolg: Landliebe ohne Gentechnik

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Europas größte Molkerei Campina hat am Donnerstag bekanntgegeben, bei seiner Premiummarke Landliebe auf 'Gen-Milch' zu verzichten. Ab Oktober soll die Milch mit dem Siegel ohne Gentechnik gekennzeichnet sein.

Mit der Umstellung reagiert Campina auf die Greenpeace-Forderung, Gentechnik aus der Lebensmittelindustrie zu verbannen. In den Futtertrögen der Landliebe-Milchkühe werden in Zukunft also keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr zu finden sein.

Leider ist dies in Deutschland nicht die Regel - noch immer werden viele Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert. Müller Milch, Humana Milchunion und Hochwald gehören dabei zu den größten 'Gen-Milch'-Produzenten. Aber auch andere bekannte Marken wie Weihenstephan oder Bärenmarke zählen dazu, sowie regionale Molkereien wie Breisgaumilch oder Allgäuland.

Wir freuen uns, dass Campina nun zum Vorreiter für gentechnikfreie Milch wird, sagt Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

Dabei sah das vor einiger Zeit noch ganz anders aus. Im Jahr 2006 deckte Greenpeace auf, dass Landliebe-Bauern importierte Gen-Pflanzen an ihre Tiere verfütterten.

Daraufhin folgte eine bundesweite Aktion, auf der Greenpeace-Aktivisten Verbraucher in Supermärkten über die 'Gen-Milch' aufklärten. Bei Campina gingen tausende Protestbriefe, Postkarten und E-Mails ein.

Die meisten Verbraucher wollen keine 'Gen-Milch'. Nun können sie neben Biomilch auch Landliebe-Milch trinken. In den anderen Molkereizentralen sollten jetzt allerdings die Alarmglocken läuten, meint Hissting.

Nach der Kennzeichnung für Milch sollen bei Landliebe auch Joghurts und Desserts folgen. Außerdem will der Konzern beim Tierfutter ausschließlich auf europäische Ware setzen und dabei auch auf Soja verzichten.

Der Anbau von Soja ist in Südamerika der Hauptverursacher für die Urwaldzerstörung. Aufgrund der Umstellung bei Campina fällt der Anbau von etwa 9.200 Tonnen Soja weg - das entspricht einer Fläche von 4.600 Fussballfeldern.

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