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Die Wissenschaftler denken nun darüber nach, diese neuen Eigenschaften mit anderen Gen-Manipulationen zu koppeln. Sie erwarten dann, dass beispielsweise eine gentechnisch bewirkte Resistenz gegen ein Unkrautvernichtungsmittel, nicht mehr auf wildwachsende Pflanzen übertragbar sei. Allerdings müsse sich das System erst noch in der Praxis bewähren. Bislang waren Versuche der Gentech-Industrie ihre Produkte mit Sterilitätsgenen auszustatten (so genannte Terminator-Technologie) am weltweiten Widerstand von Bauern, Verbrauchern und der UNO gescheitert.

Den Optimismus der kanadischen Forscher kann Alexander Hissting, Landwirtschaftexperte bei Greenpeace, nicht teilen: Keiner braucht Gen-Pflanzen, keiner will sie haben. Warum also ein Problem bekämpfen, das überhaupt nicht existieren würde, wenn genmanipulierte Pflanzen erst gar nicht auf den Acker kämen? Unerwartete Nebeneffekte und andere Komplikationen sind bei der Genmanipulation keine Seltenheit. Niemand kann ausschließen, dass die künstlich eingefügte Sterilität der Pflanzen sich nicht doch auskreuzt, warnt Hissting. Geschieht dies, könnte es dramatische Auswirkungen auf die Wildpopulation von Pflanzen und Folgen für die Bauern haben. (mir)

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