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Aktive verschiedener NGOs protestieren gegen Gentechnik in Lebensmitteln.
© Greenpeace / Bernd Arnold

Gentechnik - Gegenkonferenz redet Klartext

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Eine Alternative Gentechnik-Konferenz findet seit Sonntag in Köln statt. Sie wurde von Umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen ins Leben gerufen. Grund für die Veranstaltung ist die ABIC, eine Konferenz von und mit Gentechnik-Befürwortern, die ebenfalls seit Sonntag im Kölner Messezentrum abgehalten wird.

Am Montag hat Greenpeace gemeinsam mit den anderen Initiatoren vor den Messehallen in Köln gegen die Gen-Kreationen aus Labor und Konzernetagen protestiert. Sie machen darauf aufmerksam, dass die Agrar- und Lebensmittelkonzerne nur einseitig auf die Vorteile der Gentechnik hinweisen.

Auf der Alternativ-Konferenz werden die Gefahren der Gentechnikdiskutiert. Zudem wird klargestellt, dass die große Mehrheit derLandwirte und Verbraucher gentechnisch veränderte Nahrung ablehnt.

ABIC streut Sand in die Augen der Konsumenten

Die ABIC (Agriculture Biotechnology International Conference) tagterstmals außerhalb von Kanada. Bis zum 15. September treffen sich rund700 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mit dabei sindunter anderen bekannte Gentechnik-Giganten wie BASF, Bayer, Syngentaund Monsanto sowie der Lebensmittelriese Nestlé. Das erklärte Ziel derBefürworter ist der profitable Einzug der Gentechnik in die europäischeLandwirtschaft.

Eine erdrückende Mehrheit von Verbrauchern und Produzenten wehrtsich allerdings gegen die Pläne der Gentechnikindustrie. Deshalb redendie ABIC-Teilnehmer ausschließlich die Vorteile der Gentechnik weltweitherbei, insbesondere auch für die Länder des Südens. Die Illusion einer Ausbreitungskontrolle wird beschworen. Die unhaltbare Behauptungeiner Koexistenz von genetisch manipulierten Organismen undherkömmlichen Pflanzen wird verbreitet.

Die massenhafte Freisetzung von genmanipulierten Saaten ist einerhebliches Risiko für die gesamte Biosphäre, stellt hingegenChristoph Then klar, Gentechnik-Experte bei Greenpeace."Die Folgen fürUmwelt und Verbraucher werden von den Gentechnik-Konzernenheruntergespielt. Dabei führt der Eingriff in das Erbgut von Pflanzenregelmäßig zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen. Dies belegt auch einenoch unveröffentlichte Studie des Öko-Instituts Freiburg. Das Institutsieht dringenden Bedarf in der Risikodiskussion und -forschung.

Die Alternative Gentechnik-Konferenz endet am Mittwoch mit einemVortrag von Martin Sundermann gegen Biopiraterie. Die Veranstaltungwird getragen von: Brot für die Welt, Misereor, Greenpeace, BUND Köln,attac Köln, BioSkop-Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften,Gen-ethisches Netzwerk, Pesticide Action Network Asia and the Pacific(PAN AP) und BUKO Agrar-Koordination.(kab)

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