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Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) fordert, dass um das Feld herum, auf dem der Gen-Mais wächst, konventioneller Mais angepflanzt wird. Durch die entstehenden Bt-freien Zonen soll verhindert werden, dass die Schädlinge ständig dem Bt-Gift ausgesetzt sind und Widerstandskräfte dagegen entwickeln.

Ob US-Bauern diese Regelung einhalten, muss die EPA nicht überprüfen. Genausowenig kümmert sie sich darum, ob Bauern über diese Auflage überhaupt informiert sind. Die EPA verläßt sich stattdessen allein auf die Saatgut-Konzerne, die ihre Käufer über die geforderte Anbaumethode informieren sollen - mit wenig Erfolg, wie die Untersuchungsergebnisse des Landwirtschaftsministerium zeigen.

Die Vorgänge in den USA zeigen, wie schwierig es ist den Anbau von Gen-Pflanzen zu kontrollieren, sagt Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. Es tut sich die Frage auf, wie der Anbau von Gen-Pflanzen in Europa - sollte er jemals eingeführt werden - kontrolliert werden kann. Strenge Auflagen, Haftungsregeln und Kontrollen in der EU wären notwendig, die trotzdem nie absolute Sicherheit bringen.

Auch in Indien gerät die Gentechnik auf dem Feld außer Kontrolle. Das zeigt der illegale Handel mit gentechnisch veränderter Baumwoll-Saat im indischen Bundesstaat Gujarat. Die Zentralregierung in Delhi kann dem Handel und der Verbreitung von rund zehn gentechnisch veränderten Baumwollhybriden nur hilflos zusehen. Der illegale Handel mit Saatgut in Indien, aber auch in Brasilien zeigt, dass die Gentechnik die im internationalen Protokoll für die biologische Sicherheit festgehaltenen Prinzipien wie Vorsorge und Rückholbarkeit nicht erfüllen kann, so Strodthoff. (nic)

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