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Die Gen-Pflanzen auf den hessischen Feldern stammen aus den 50 Tonnen Gen-Saatgut, die das Bundessortenamt zum Anbau in Deutschland zugelassen hat. Der jetzt gefundene Gen-Mais stammt vermutlich aus Restbeständen vom letzten Jahr. Syngenta hatte versäumt, sein Saatgut kontrolliert zu beseitigen. Der Konzern Syngenta vernachlässigt seine Pflichten sträflich, so Henning Strodthoff, Genexperte bei Greenpeace. Der illegale Gen-Mais breitet sich unkontrolliert aus und gelangt ins Tierfutter und eventuell sogar in Lebensmittel. Das Regierungspräsidium leitete inzwischen ein Verfahren gegen Syngenta ein.

Der Mais Bt-176 bildet durch die Genmanipulation ein bakterielles Insektengift, dass nicht nur die unerwünschten Tiere tötet, sondern auch Raupen von Schmetterlingsarten gefährdet. Zudem enthält der Bt-Mais ein Gen, das ihn gegen Antibiotika widerstandsfähig macht. Über Tierfutter gelangt das Gen in den Darm, wo die Resistenz auch auf Krankheitserreger übertragen werden kann. Es besteht die Gefahr, dass Antibiotika durch die zunehmende Resistenzbildung wirkungslos werden.

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