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Nicolas Sarkozy nannte drei Argumente, die für den Anbaustopp maßgeblich gewesen seien: Sicherheitsbedenken, Zweifel am Nutzen der Gen-Pflanzen und die Sorge über eine unkontrollierte Ausbreitung. Damit folgt er den Bedenken und Forderungen von Umweltschützern. Sie kritisieren den leichtfertigen Einsatz einer Technik, deren Risiken für die Umwelt zunächst gar nicht abschätzbar waren. Inzwischen liegen Erfahrungen vor, die einen sofortigen Stopp mehr als genug rechtfertigen.

MON810 ist der einzige Gen-Mais dessen Aussaat in der EU erlaubt ist. Er wird auch in Deutschland seit Jahren angebaut. MON810 gehört zu den sogenannten Bt-Maissorten, er enthält ein Insektengift, das den Maiszünsler abtötet. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass das Gift auch Schmetterlinge wie den Monarchfalter sowie Honigbienen schädigt.

Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace, hält die Entscheidung Frankreichs daher für konsequent und richtig. Die französische Regierung hat erkannt, dass Sicherheit für Mensch und Umwelt wichtiger ist als die wirtschaftlichen Interessen der Agrarkonzerne.

Dass der Gen-Mais ein Risiko darstellt, hat auch das deutsche Landwirtschaftministerium in diesem Jahr bestätigt: ... neue oder zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt, schrieb das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Juni 2007.

Die einzige Konsequenz: Der Anbau wurde für 2007 genehmigt, lediglich der Verkauf des geernteten Maises verboten. Landwirtschaftminister Seehofer muss dem französischen Beispiel jetzt folgen und den Anbau von Gen-Mais in Deutschland endlich verbieten, fordert Töwe.

Stellungnahme

Stellungnahme

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